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Motorschaden

Billig tanken mit Öl – genialer Trick oder teurer Fehler?

Billig tanken mit Öl – genialer Trick oder teurer Fehler?
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Hohe Spritpreise treiben manche Autofahrer zu drastischen Maßnahmen – mit Folgen, die teurer werden als das Tanken selbst.

Die Kraftstoffpreise verharren auf einem hohen Niveau: Diesel kostet im Schnitt deutlich mehr als zwei Euro pro Liter, Benzin der Sorte Super liegt über der Marke von 1,80 Euro. Für zahlreiche Pendler entwickelt sich das Tanken damit zunehmend zu einer spürbaren finanziellen Belastung. Angesichts dieser Situation greifen manche Autofahrer zu eigenartigen – und riskanten – Methoden.

Konkret kippen einige Fahrzeughalter günstiges Speiseöl oder sogar Heizöl in den Dieseltank, in der Hoffnung, damit bares Geld zu sparen. Was auf den ersten Blick verlockend erscheinen mag, ist in der Praxis jedoch eine kostspielige Fehlentscheidung. Experten und Automobilclubs warnen ausdrücklich: Wer auf diese Weise tankt, riskiert erhebliche Motorschäden und unter Umständen auch rechtliche Konsequenzen.

Riskante Sparversuche

Besonders moderne Dieselmotoren reagieren empfindlich auf derartige Beimischungen, wie Automobilclubs betonen. Sie sind präzise auf den Einsatz von handelsüblichem Diesel ausgelegt. Pflanzenöl weist eine deutlich höhere Viskosität auf – und genau darin liegt das Problem. Der ARBÖ bringt es auf den Punkt: „Pflanzenöle führen zu Kapitalschäden am Motor. Außerdem würden die Autos gar nicht erst anspringen.“ Diese Methode habe allenfalls bei älteren Motoren aus den 1980er-Jahren funktioniert – unter heutigen technischen Bedingungen sei sie schlicht undenkbar.

Das Beimischen von Speiseöl entpuppt sich damit als trügerischer Sparversuch. „Da spart man definitiv am falschen Ende“, stellt der ARBÖ klar. Die Folgen zeigen sich rasch: nachlassende Motorleistung, Anlassprobleme und auf Dauer strukturelle Schäden am Triebwerk. Motoren sind schlicht nicht dafür konstruiert, das zähflüssige Öl zu verarbeiten. Auch Dichtungen können in Mitleidenschaft gezogen werden – und die anschließenden Reparaturkosten übersteigen die vermeintliche Ersparnis bei Weitem.

Heizöl im Tank

Noch heikler ist der Einsatz von Heizöl. Vielen Fahrern ist nicht bewusst, dass das Betreiben eines Fahrzeugs damit gesetzlich verboten ist. Der Hintergrund: Heizöl unterliegt einer anderen steuerlichen Behandlung als Kraftstoff und ist deshalb günstiger. Wer dabei erwischt wird, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Hinzu kommen technische Risiken: unvollständige Verbrennung, ein hartes metallisches Klopfen im Motor – das sogenannte Nageln –, erhöhter Rußausstoß sowie stärkere Ablagerungen im Motorinneren.

Darüber hinaus schmiert Heizöl die sensiblen Motorkomponenten schlechter als Diesel, was den Verschleiß beschleunigt und langfristig zu kostspieligen Schäden führen kann.

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KO KOSMO-Redaktion
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