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WM-Traum

Dzeko gegen Italien: Bosnier wollen Azzurri-Traum zerstören

Dzeko gegen Italien: Bosnier wollen Azzurri-Traum zerstören
FOTO: EPA/AMER KAJMOVIC
3 Min. Lesezeit |

Zwölf Jahre Auszeit von der großen Bühne – für Italien wird das Playoff-Finale in Zenica zur Schicksalsfrage.

Zwölf Jahre Warten. Zwölf Jahre ohne WM-Bühne für eine Nation, die den Fußball miterfunden hat. Für Italien geht es im Playoff-Finale gegen Bosnien-Herzegowina um weit mehr als drei Punkte – es geht um die Rückkehr in die Weltspitze. Doch der Gegner vom Balkan ist kein willkommenes Freilos.

Für die Squadra Azzurra ist dieses Finale gegen Bosnien-Herzegowina eine Frage des nationalen Selbstverständnisses. Drei Weltmeisterschaften in Folge ohne den viermaligen Champion – das hätte vor einem Jahrzehnt niemand für möglich gehalten. Der Erwartungsdruck lastet schwer, und er war bereits im Halbfinale gegen Nordirland spürbar.

Das entscheidende Spiel steigt am Dienstag, den 31. März 2026, um 20:45 Uhr MEZ im Stadion Bilino Polje in Zenica.

Dimarcos Ansage

Federico Dimarco brachte es auf den Punkt: „Wir wissen, dass es ein heißes Pflaster wird – die Bosnier haben denselben Willen wie wir, zur WM zu fahren.“ Bemerkenswert dabei: Dimarco bezeichnet seinen Kontrahenten Edin Dzeko als Freund, traf ihn nach eigenen Angaben sogar im Urlaub. Trotzdem ließ er keinen Zweifel an der Entschlossenheit seiner Mannschaft: „Wir werden alles tun, um es zu schaffen. Wir sind Italien, tragen Verantwortung, und wir haben es verdient.“

Doch der Außenverteidiger sorgte auch für Gesprächsstoff abseits des Rasens. Ein Video, das ihn beim Jubel über den Finaleinzug Bosnien-Herzegowinas zeigt, heizte die Stimmung vor dem Showdown zusätzlich an. Dimarco wehrte sich gegen die Kritik: „Man hat mich arrogant genannt – aber wie könnte ich das sein? Mit welchem Recht, wo wir seit zwölf Jahren nicht bei einer WM dabei waren?“

Das 2:0 gegen Nordirland war kein Galaauftritt, eher ein mühsames Durchatmen. Und nun wartet mit Bosnien-Herzegowina ein Gegner, der alles andere als zahm ist.

Dzekos Schlüsselmoment

Im Mittelpunkt: Edin Dzeko, Routinier, Torjäger, Anführer. Unter Trainer Sergej Barbarez – selbst ein ehemaliger Bundesligaprofi – will er sein Land zum zweiten Mal in der Verbandsgeschichte zur Weltmeisterschaft führen. Beim deutschen Titeljahr 2014 in Brasilien war Bosnien erstmals dabei – und Dzeko mittendrin.

Sein Treffer zum 1:1 in der 86. Minute des Halbfinals in Wales war mehr als ein Tor. Es war der Schlüsselmoment, der Bosnien erst in die Verlängerung und schließlich durch das Elfmeterschießen ins Finale trug. Am Ende setzten sich die Bosnier mit 4:2 im Elfmeterschießen durch. Dzeko selbst gab sich kämpferisch: „Wir haben das Finale verdient, wir hatten eine gute Qualifikation. Jetzt kommen die Italiener als haushohe Favoriten nach Zenica, aber wir haben 90 Minuten Zeit, um zu zeigen, was wir können. Wir werden definitiv alles geben.“

Die Ausgangslage ist klar asymmetrisch. Für Dzeko, Ermedin Demirovic vom VfB Stuttgart und ihre Mitspieler wäre die WM-Qualifikation ein Triumph, den niemand zwingend erwartet. Für Italien hingegen wäre das Scheitern eine Katastrophe – sportlich, emotional, historisch. Den viermaligen Weltmeister beim größten Turnier der Geschichte mit 48 Nationen in den USA, Mexiko und Kanada zu vermissen, ist schlicht keine akzeptable Option.

Der Sieger des Duells im Stadion Bilino Polje in Zenica trifft in der WM-Gruppenphase auf Kanada, Katar und die Schweiz – Gruppe B wartet.

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KO KOSMO-Redaktion
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