Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Geheimdienstcoup

Einmalige Gelegenheit“: CIA-Tipp besiegelte Khameneis Schicksal

Einmalige Gelegenheit“: CIA-Tipp besiegelte Khameneis Schicksal
FOTO: EPA/WAEL HAMZEH
3 Min. Lesezeit |

Ein geheimdienstlicher Hinweis in letzter Minute veränderte alles – und besiegelte das Schicksal der iranischen Führungsspitze.

Laut Berichten aus amerikanischen und israelischen Kreisen stand das Datum für den koordinierten Militärschlag gegen den Iran bereits seit mehreren Wochen fest. Ursprünglich war vorgesehen, die Angriffe unter dem Deckmantel der Nacht zu beginnen. Tatsächlich wurde die Operation um 6.00 Uhr morgens israelischer Zeit mit dem Einsatz weitreichender Luft-Boden-Raketen eingeleitet.

⇢ Moderator bricht im Staatsfernsehen in Tränen aus (VIDEO)

Um 9.40 Uhr Ortszeit – 7.10 Uhr MEZ – schlugen Langstreckenraketen auf dem Gelände eines Regierungskomplexes ein.

Khamenei im Visier

Kurz vor dem geplanten Angriff veränderte eine neue Geheimdienstinformation die Lage grundlegend: In Teheran fand ein hochrangiges Treffen der iranischen Führung statt – unter persönlicher Anwesenheit von Ayatollah Khamenei. Die Möglichkeit, den Obersten Führer der Islamischen Republik durch einen gezielten Luftangriff auszuschalten, galt als einmalige Gelegenheit. Der bereits seit Langem vorbereitete Angriff wurde daraufhin kurzfristig um einige Stunden nach hinten verschoben, wie die New York Times berichtete.

Die CIA habe demnach erfahren, „dass am Samstagmorgen ein ranghohes Treffen in einem Gebäudekomplex der iranischen Behörden im Zentrum von Teheran stattfinden sollte. Noch wichtiger, die CIA hat erfahren, dass der Oberste Führer vor Ort sein sollte“, berichtete die Zeitung. Washington habe diese Information umgehend an Israel weitergegeben. Unter Berufung auf mit dem Entscheidungsprozess informierte Quellen heißt es weiter, die USA und Israel hätten dann beschlossen, den Zeitplan für ihren Angriff teilweise zu justieren, um sich diese Information zunutze zu machen, welche die Tötung des Ayatollahs erlaubt habe.

Hochrangige Opfer

Zum Zeitpunkt des Einschlags befanden sich zahlreiche Spitzenvertreter des iranischen Sicherheitsapparats in dem betroffenen Gebäudekomplex: Mohammad Pakpour, Oberbefehlshaber der Islamischen Revolutionsgarde, Verteidigungsminister Aziz Nasirzadeh, Admiral Ali Shamkhani als Chef des Militärrats, Seyyed Majid Mousavi, Kommandeur der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der Revolutionsgarde, sowie Mohammad Shirazi, stellvertretender Geheimdienstminister – sie alle kamen ums Leben. Präsident Khamenei hielt sich in einem benachbarten Gebäude auf und starb ebenfalls in den Trümmern. Ein Foto seiner Leiche soll Israels Premierminister Netanjahu vorgelegt worden sein.

⇢ Chamenei ist tot – Iran zwischen Staatstrauer und Straßenjubel (VIDEOS)

Als Reaktion auf den Angriff führte der Iran Gegenschläge gegen Ziele in Israel sowie gegen Einrichtungen des US-Militärs in der Golfregion durch.

Für den darauffolgenden Sonntag kündigten sowohl die Vereinigten Staaten als auch der Iran weitere, nach eigenen Angaben „nie da gewesene“ Angriffswellen an.

⇢ Raketen auf Palmeninsel – Ayatollah verschwunden

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen