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REPORTAGE

Erwachsenwerden ist wirklich nicht leicht

Erwachsenwerden ist wirklich nicht leicht
(Foto: iStock)
19 Min. Lesezeit |


KOSMO: Wie erkennt man bei einem Kind, das in eine Depression verfällt, die Symptome?


Alle Eltern kennen die durchschnittliche Stimmungslage ihrer Kinder: Wie glücklich, traurig oder aggressiv sie sind. Bei jeder Abweichung sollten sich Eltern fragen, woran sie liegt, obwohl es oft Situationen sind, die die Kinder nur kurzfristig beeinflussen. Wenn wir von einer klinischen Depression sprechen, muss man wissen, dass diese Diagnose unbedingt eine Behandlung erfordert. Jede Veränderung, die länger als ein paar Tage anhält, sollte Eltern einen Anlass bieten, mit dem Kind zu reden und herauszufinden, ob etwas passiert ist. Wenn sich das Kind jedoch zwei–drei Wochen traurig, hilflos oder leer fühlt und keine Zufriedenheit in den Aktivitäten findet, die ihm bisher Freude gemacht haben, wenn das Selbstbewusstsein nachlässt und Schuldgefühle aufkommen oder wenn sich sogar Suizidgedanken einstellen, sollte man einen Psychologen oder Psychiater konsultieren. Die Experten entscheiden dann, ob eine Psychotherapie, Medikamente oder eine stationäre Behandlung nötig sind.

KOSMO: Wie groß kann der negative Einfluss der sozialen Netzwerke auf das psychische Profil Heranwachsender sein?


Zu diesem Thema wurden viele Studien erstellt und die Resultate sind unterschiedlich. Einige kommen zu dem Ergebnis, dass er sehr negativ ist, andere beurteilen ihn nicht so schlecht. Man muss wissen, ob die Kinder tatsächlich abhängig von diesen Netzwerken sind, wie viel und zu welchen Zwecken sie sie nutzen, welchen Einflüssen sie darin ausgesetzt sind. Es gibt Kinder, die mit den Eltern einen Vertrag über die täglichen Handynutzungszeiten schließen und deren Handy in der Nacht unzugänglich aufbewahrt wird. Einige Kinder mit besonderen Interessengebieten wie etwa bestimmten Kunstrichtungen, für die sie in der Schule keine Gesprächspartner haben, können in den Netzwerken Gruppen finden, in denen sie gut aufgehoben und keinen schlechten Einflüssen ausgesetzt sind

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KO KOSMO-Redaktion
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