Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Virusausbruch

Hantavirus-Alarm: Passagier wird auf dem Rückflug positiv getestet

Hantavirus-Alarm: Passagier wird auf dem Rückflug positiv getestet
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ein Virus, ein Kreuzfahrtschiff, ein positiver Test noch im Flieger – die Lage um die „Hondius“ spitzt sich zu.

Auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ ist ein Hantavirus-Ausbruch aufgetreten – und nun wurde ein US-amerikanischer Passagier noch während des Rückflugs in die Vereinigten Staaten positiv auf das Andes-Virus getestet. Das teilte das US-Gesundheitsministerium mit. Die 17 US-Bürger, die sich an Bord des Schiffes befunden hatten und am Sonntag auf Teneriffa evakuiert worden waren, werden in eine Einrichtung im US-Bundesstaat Nebraska gebracht. Die positiv getestete Person wird dort in einer Isolierstation der Universitätsklinik untergebracht. Beide Betroffenen befanden sich bereits während des Fluges in einem abgetrennten Isolierbereich des Flugzeugs.

Das niederländisch registrierte Kreuzfahrtschiff hatte knapp 150 Menschen an Bord. Die WHO bestätigte inzwischen sieben Hantavirus-Infektionen – sowohl an Bord als auch an Land. Drei Personen starben bereits: ein niederländisches Ehepaar und eine deutsche Frau.

Bhattacharyas Einschätzung

Am Sonntag (Ortszeit) hieß es offiziell: „Ein Passagier hat derzeit leichte Symptome, und ein weiterer Passagier wurde im PCR-Test leicht positiv auf das Andes-Virus getestet.“ Für die übrigen Rückkehrer ist eine Quarantäne nicht zwingend vorgesehen. CDC-Chef Jay Bhattacharya erläuterte das weitere Vorgehen: „Wir werden sie befragen und ihr Risiko einschätzen, ob sie engen Kontakt zu jemandem hatten, der Symptome zeigte.“ Gleichzeitig appellierte Bhattacharya an die Bevölkerung, besonnen zu bleiben: „Das ist kein Covid“, betonte er mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Weitere Evakuierungsflüge

Knapp 100 Passagiere der „Hondius“ wurden bereits am Sonntag in ihre jeweiligen Heimatländer ausgeflogen. Für den Montagnachmittag sind laut dem spanischen Gesundheitsministerium zwei weitere Flüge geplant – einer nach Australien, ein weiterer in die Niederlande.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen