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Nummerntafel

Kosovo und Serbien haben eine Einigung erzielt

(FOTO: EPA-EFE/JULIEN WARNAND)
(FOTO: EPA-EFE/JULIEN WARNAND)

Der territoriale Streit zwischen Kosovo und Serbien ist zwar noch nicht beigelegt. Aber man konnte sich auf das Nummerntafel-Problem einigen.

Nachdem im Sommer der Nummerntafelstreit an der serbisch-kosovarischen Grenze entbrannt ist, gibt es jetzt eine Einigung. EU-Außenbeauftragte Josep Borrell schrieb gestern Abend dazu auf Twitter: “We have a deal!”

Dabei wurde ausgehandelt, dass der Kosovo zukünftig auf Neuregistrierungen serbischer Fahrzeugen verzichtet, während Serbien im Gegenzug keine neuen Nummerntafeln für seine frühere Provinz ausgeben werde.

Denn in Pristina drängte man seit Beginn des Nummerntafelstreites Personen mit serbischen Kennzeichen und Hauptwohnsitz im Kosovo dazu, das Kennzeichen umzumelden. Davon waren etwa 10.000 Fahrzeuge betroffen. Diese Autos durften auch vorerst die Grenze nicht überqueren, da der Kosovo serbische Nummerntafeln als ungültig erklärt hatte. Man musste sich ein Ersatzkennzeichen bei einer kosovarischen Behörde ausstellen lassen.
Der Nummerntafelstreit ging sogar soweit, dass der Kosovo Strafen erlassen wollte für Personen die ein Fahrzeug mit serbischen Kennzeichen im Kosovo fahren. Die Pläne wurden nach einer amerikanischen Intervention allerdings fallen gelassen.

Die Einigung haben allerdings nicht die Staatschefs vollbracht, denn am Montag traf sich der serbische Präsident Aleksandar Vucic noch mit dem kosovarischen Regierungschef Albin Kurti – ergebnislos! Nun konnte der EU-Kosovo-Beauftragten Miroslav Lajcak die Verhandlungen zum Ziel führen.

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