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Halbfinale

Patzer, Verletzung, Herzschlagfinale – Spanien wirft Belgien raus

Patzer, Verletzung, Herzschlagfinale – Spanien wirft Belgien raus
FOTO: EPA
2 Min. Lesezeit |

Ein Torwart-Drama, ein Patzer und ein Mann mit Gespür für den perfekten Moment – Spanien steht im Halbfinale.

Spanien ist zurück unter den letzten Vier. Der Europameister bezwingt Belgien in Los Angeles mit 2:1 und steht damit erstmals seit dem WM-Triumph von 2010 wieder im Halbfinale. Am Dienstag, den 14. Juli 2026, wartet um 21 Uhr im AT&T Stadium in Arlington (Texas) Frankreich als Gegner.

Dabei beginnt der Abend für Belgien bereits vor dem Anpfiff mit einer Hiobsbotschaft. Kapitän Youri Tielemans zieht sich beim Aufwärmen eine Verletzung zu und muss kurzfristig durch Hans Vanaken ersetzt werden. Auch auf spanischer Seite gibt es eine Veränderung in der Startelf – allerdings eine freiwillige. Luis de la Fuente lässt Pedri zunächst draußen, obwohl der Mittelfeldmann in allen fünf bisherigen WM-Partien von Beginn an gespielt hatte. Fabián Ruiz rückt für ihn in die Startelf – eine Entscheidung, die sich bezahlt macht.

Ruiz trifft früh

In der 30. Minute scheitert Dani Olmo zunächst an Courtois. Der Belgier kann den Ball jedoch nur vor die Füße von Ruiz abwehren, der zum 1:0 einschiebt und anschließend mit dem Baby-Jubel feiert. Belgien antwortet noch vor der Pause: Nach einer Flanke von Timothy Castagne köpft Charles De Ketelaere in der 41. Minute zum 1:1 ein. Es ist Spaniens erstes Gegentor bei dieser WM – Unai Simón hatte zuvor 649 Minuten am Stück seinen Kasten sauber gehalten.

Für die Roten Teufel kommt es besonders bitter. Lammens steht überhaupt nur im Tor, weil sich Thibaut Courtois während der Partie verletzt. Der Stammkeeper muss in der 71. Minute ausgewechselt werden und scheidet mit einer Oberschenkelverletzung aus.

Merino entscheidet es

Die Entscheidung fällt erst kurz vor Schluss. In der 88. Minute zieht Pau Cubarsí aus der Distanz ab. Belgiens eingewechselter Torwart Senne Lammens kann den Ball nur nach vorne abwehren – ein klarer Patzer des Schlussmanns. Mikel Merino steht genau richtig und staubt zum 2:1-Siegtreffer ab.

Der Mittelfeldspieler entwickelt sich zum Spezialisten für späte, entscheidende Tore. Bei der EM 2024 köpfte er Spanien im Viertelfinale gegen Deutschland in der 119. Minute weiter.

Erst am Montag erzielte er in der Nachspielzeit das entscheidende 1:0 gegen Portugal.

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KO KOSMO-Redaktion
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