Ein Sonderflug, mehrere Länder, eine gemeinsame Rückkehr: Serbien hat Staatsbürger aus der Krisenregion ausgeflogen – und dabei bewusst Grenzen überwunden.
Serbien hat eine humanitäre Evakuierungsaktion abgeschlossen, bei der Staatsangehörige aus mehreren Ländern der Region sicher aus einem Krisengebiet ausgeflogen wurden. Ein Sonderflug der Fluggesellschaft Air Serbia brachte die Evakuierten nach Belgrad – abgeflogen vom ägyptischen Badeort Scharm el-Scheich. Insgesamt kamen bei der Aktion 67 Personen serbischer Staatsbürgerschaft, aber auch Staatsbürger aus anderen Balkanländern sicher in Belgrad an. Die Aktion wurde vom serbischen Außenministerium koordiniert und als Zeichen regionaler Solidarität präsentiert.
Regionale Solidarität
Staatssekretär Damjan Jovic betonte, dass der Flug nicht allein serbischen Staatsbürgern vorbehalten war. An Bord befanden sich auch Staatsangehörige aus Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien, Kroatien und Slowenien. Serbien wolle mit dieser Geste ein deutliches Signal setzen, so Jovic: Das Land strebe die bestmöglichen und engsten Beziehungen zu seinen Nachbarstaaten an – getragen von gegenseitiger Solidarität.
Die Evakuierung wurde als staatliche Pflicht beschrieben, die eigenen Bürger unter allen Umständen zu schützen – in stabilen wie in schwierigen Zeiten. Der Sonderflug richtete sich an jene, die sich in kriegsbetroffenen Gebieten aufgehalten hatten. Jovic, der eigens zur Koordinierung der Aktion nach Ägypten gereist war, hob hervor, dass die diplomatisch-konsularischen Vertretungen Serbiens sowie alle zuständigen staatlichen Stellen rund um die Uhr im Einsatz gewesen seien.
Evakuierungsroute
Die betroffenen Personen wurden zunächst auf dem Landweg aus Israel nach Scharm el-Scheich gebracht, von wo aus der direkte Sonderflug nach Belgrad startete.