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Prozess

„Ungeheuerlich, monströs“: Mann verstümmelt Freundin aus Eifersucht

„Ungeheuerlich, monströs“: Mann verstümmelt Freundin aus Eifersucht
FOTO: iStock/cyano66
2 Min. Lesezeit |

Ein geplanter Angriff, zwei Messer, eine Frau schwer verletzt – vor dem Landesgericht St. Pölten beginnt ein Prozess mit erschütternden Details.

Am Dienstag, dem 25. August, stand vor dem Landesgericht St. Pölten ein 28-jähriger Afghane wegen schwerer Gewalt gegen seine Lebensgefährtin vor Gericht. Der Mann soll die Frau, mit der er acht Jahre lang zusammen war, im Mai brutal angegriffen und dabei schwer verletzt haben. Die Anklage umfasst Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen, Vergewaltigung sowie Nötigung.

Den Ermittlungen zufolge soll es Mitte Mai zunächst in der Wohnung des Mannes zu einer Vergewaltigung gekommen sein. Wenige Tage danach, am 19. Mai, suchte die Frau ihren Partner erneut auf. Der 28-Jährige soll zu diesem Zeitpunkt davon überzeugt gewesen sein, dass sie eine Affäre hatte.

Brutale Eskalation

Laut Anklageschrift bedrohte er sie mit einem Messer und zwang sie, sich auszuziehen. Nach Schlägen und einer Knebelung soll er sie mit einem Taschen- und einem Küchenmesser schwer verletzt und versucht haben, ihr die rechte Brustwarze abzutrennen. Den Vorwurf der Vergewaltigung weist der Angeklagte zurück.

Bereits zum Prozessauftakt wählte der Staatsanwalt ungewöhnlich eindringliche Worte. Die Vorwürfe seien „so ungeheuerlich, so monströs“, dass es schwierig sei, sie in Worte zu fassen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte die Frau „nachhaltig verunstalten“ und „unattraktiv machen“ wollte.

Teilgeständnis vor Gericht

Zu einem Teil der Vorwürfe zeigte sich der Angeklagte geständig. Den Entschluss, die Frau zu verletzen, habe er bereits zwei Tage vor der Tat gefasst – ausgelöst durch eine beleidigende Nachricht via WhatsApp. Vor Gericht erklärte er: „Ich wollte nur, dass sie ein bisschen Blut sieht, damit sie Angst kriegt.“

Die Verhandlung über die genauen Tatumstände wurde anschließend unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt. Da zunächst ein Sachverständigengutachten eingeholt werden muss, wurde der Prozess am Dienstag auf unbestimmte Zeit vertagt.

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KO KOSMO-Redaktion
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