Flucht, Kollision, Fund: Ein 15-Jähriger liefert sich in Wels eine Verfolgungsjagd mit der Polizei – mit folgenreichen Konsequenzen.
Ein 15-jähriger Afghane versuchte in Wels, einer Polizeikontrolle auf einem E-Scooter zu entkommen, und prallte dabei gegen einen Streifenwagen.
Am Montagabend gegen 19.34 Uhr fiel einer Polizeistreife auf der Linzer Straße in Wels ein Jugendlicher auf einem E-Scooter auf. Obwohl die Beamten ihn zum Anhalten aufforderten, setzte der 15-jährige afghanische Staatsangehörige seine Fahrt fort – entgegen der Einbahnstraße in Richtung Stadtzentrum. Ein Funkwagen überholte ihn und stellte sich ihm in den Weg.
Kollision mit Streifenwagen
Nachdem der Jugendliche zunächst ein Anhalten vorgetäuscht hatte, setzte er seine Flucht fort und beging dabei laut Polizei mehrere Verkehrsdelikte. Ein Funkwagen überholte den am Gehsteig fahrenden 15-Jährigen und hielt auf der Fahrbahn an, um ihm erneut ein Anhaltezeichen zu geben. Weil die Bremsanlage seines Scooters nicht funktionierte, krachte der Jugendliche ins Heck des Streifenwagens und wurde anschließend samt E-Scooter gegen ein geparktes Fahrzeug geschleudert.
Der 15-Jährige blieb bei dem Aufprall unverletzt. Der Streifenwagen sowie das geparkte Fahrzeug wurden beschädigt. Bei einer anschließenden Überprüfung erreichte der E-Scooter auf dem Rollprüfstand 47 km/h. Nach österreichischer Rechtslage dürfen E-Scooter eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von maximal 25 km/h und eine Höchstleistung von 600 Watt aufweisen.
Schreckschusspistole gefunden
Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Umhängetasche stießen die Beamten auf eine Schreckschusspistole sowie ein Klemmsäckchen mit einer bislang nicht näher bestimmten weißen Substanz. Im Beisein seines Vaters wurden dem Jugendlichen Sicherstellungsbestätigungen ausgehändigt.
Gegen ihn werden nun mehrere Anzeigen erstattet.