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Prognosen

Pensionierungswelle bei Lehrern in Österreich erreicht Höhepunkt

Pensionierungswelle bei Lehrern in Österreich erreicht Höhepunkt
(FOTO: iStock/AndreaObzerova)
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Der Gipfel der Pensionierungswelle bei Lehrern kommt früher als ursprünglich angenommen, laut den neuesten Prognosen des Bildungsministeriums. Dieser Höhepunkt betrifft alle Schulformen und Bundesländer.

Es wird geschätzt, dass die Pensionierungswelle von Lehrern in Österreich ihren Höchststand erreicht hat – früher als ursprünglich erwartet. Einer aktuellen Prognose des Bildungsministeriums zufolge, die die breite Palette von Schulformen und Bundesländern berücksichtigt, wird der Höhepunkt im laufenden Jahr erreicht.

23.100 Pensionierungen

Die Sekundarstufe, einschließlich Mittelschule, AHS und BMHS, sieht fast überall ihren Höhepunkt, während die Spitze in der Primarstufe – hauptsächlich Volksschule – in fünf Bundesländern erst kommen wird. Aus der aktuellen parlamentarischen Anfragebeantwortung der NEOS geht hervor, dass Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) für 2023 rund 23.100 Pensionierungen in der Primarstufe erwartet (Angabe in Wochenstunden). Für das nächste Jahr wird ein leichtes Minus auf rund 22.900 vorhergesagt.

Alle Schulformen, alle Bundesländer

Die Prognosen der Lehrergewerkschaft hatten den Höhepunkt erst für 2026 vorausgesagt. Im Gegensatz dazu rechnet das Ministerium für 2024 mit einem Rückgang auf 57.500.

Bis 2030 rechnet man mit 43.200 Pensionierungen in der Sekundarstufe. Es gibt jedoch Unterschiede nach Schultyp und Bundesland, Vorarlberg und das Burgenland beispielsweise erreichen den Höhepunkt der Pensionierungen in allen Schultypen erst in den kommenden Jahren. In Niederösterreich, der Steiermark und Tirol werden an den Volksschulen die Höchstzahlen ebenfalls erst erwartet.

200 Stellen nicht besetzt

Ein Monat vor Schulstart waren für das kommende Schuljahr 2023/24 noch 200 Voll- und Teilzeitstellen nicht besetzt. Von insgesamt rund 5000 Vollzeitäquivalenten. Die größten Lücken gab es in Oberösterreich, Wien, Salzburg und Vorarlberg. Frühe Pensionierungen aufgrund der Coronapandemie und der Fachkräftebedarf in anderen Branchen haben die Personalsituation weiter verschärft.

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Um den steigenden Bedarf an Lehrern zu decken und die Fachkräfte zu unterstützen, hat das Ministerium eine Personalkampagne und eine neue Quereinsteiger-Ausbildung gestartet. Die NEOS plädieren dafür, in den kommenden Jahren den Fokus stärker auf Qualität statt Quantität zu legen. Bildungsminister Polaschek wird aufgefordert, die Lehrer von überfordernder und teils unsinniger Bürokratie zu befreien. Damit sich die Lehrer wieder auf ihre Kerntätigkeiten konzentrieren können.

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KO KOSMO-Redaktion
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