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REPORTAGE

Die Armen finanzieren die Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem

Die Armen finanzieren die Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem
(Foto: iStock)
14 Min. Lesezeit |

Eine elektronische Prothese (Oberschenkelprothese mit Kenevo-Kniegelenk) wäre für mich das einzig Richtige, aber die kostet 55.000 Euro und wurde mir nicht bewilligt. Darum habe ich eine Firma gefunden, die sie mir leiht, was eine finanzielle Belastung ist, aber dieser orthopädische Gehbehelf hat mich viel mobiler gemacht, obwohl ich auch Krücken verwende“, betont Frau Subić und fügt hinzu, dass sie ihre Wohnung bisweilen verlassen und ihr Leben weiterleben muss, auch ohne Bein.

Zdravka Subić hat einen Rollstuhl bekommen, aber der funktioniert nicht gut genug, denn er ist für sie zu schwer zu steuern. Außerdem ist der Lift in ihrem Gebäude zu klein und zwischen ihm und dem Eingang liegt eine Treppe. Daher kann sie den Rollstuhl nicht verwenden, um ihre Wohnung, die inzwischen dank einiger Umbauten barrierefrei ist, zu verlassen.

„Meine Kinder und ich haben an die Krankenversicherung geschrieben und gebeten, mir eine elektronische Prothese zu bewilligen. Da wir keine Antwort erhielten, schrieben wir an den Ombudsmann, was sich bewährte, denn man schickte mich in eine Institution, in der ich diese Prothese fünf Tage lang verwenden durfte und wo Experten überprüften, wie ich damit gehen konnte. Sie schrieben mir eine positive Empfehlung, aber von der ÖGK erhielt ich erneut eine Ablehnung. Zum Glück erfuhr ich, dass ich mich auch an den Volksanwalt um Hilfe wenden konnte, was ich auch tat. Er nahm sich meines Falles an und die Dinge liefen in die richtige Richtung.

„Meine Kinder und ich haben an die Krankenversicherung geschrieben und gebeten, mir eine elektronische Prothese zu bewilligen. Da wir keine Antwort erhielten, schrieben wir an den Ombudsmann.“

Ich versuche, eine Bewilligung für ein dreiwöchiges Training zu bekommen, damit ich mit nur einer Krücke gehen lerne, was mir das tägliche Leben wahrscheinlich erleichtern würde, denn ich hätte eine Hand für einfache Hausarbeiten frei. Anschließend würde ich fünf Testtage mit der elektronischen Prothese bekommen, was von der Krankenversicherung bereits bewilligt ist. Ich hoffe wirklich, dass das Ergebnis positiv sein wird und dass mein Spießroutenlaufen mit nur einem Bein endlich ein Ende hat“, unterstreicht unsere Gesprächspartnerin mit dem ihr eigenen Optimismus.

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KO KOSMO-Redaktion
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