Zwei Trainer, zwei mutige Entscheidungen – und ein Spiel, das bis zur letzten Minute auf der Kippe stand.
Kanada und Bosnien-Herzegowina lieferten sich im Auftaktspiel der Gruppe B ein intensives Duell – und trennten sich am Ende mit einem gerechten 1:1-Unentschieden. Jovo Lukic brachte die Bosnier in der 21. Minute in Front, ehe Cyle Larin zwölf Minuten vor Schluss für den Ausgleich sorgte.
Schon vor dem Anpfiff sorgten beide Trainer für Gesprächsstoff. Sergej Barbarez ließ Routinier Edin Dzeko überraschend auf der Bank, Jesse Marsch verzichtete zunächst auf Stürmer Larin in der Startelf. Die Partie begann von Beginn an mit hoher Intensität – bereits in der 10. Minute sah Alistair Johnston nach einem Foul an Memic Gelb. Weitere Verwarnungen gegen Demirovic und Lukic folgten noch vor der Pause.
Lukics Führungstreffer
Die erste klare Möglichkeit des Spiels gehörte Jonathan David: In der 17. Minute zog er nach einem Abwehrfehler der Bosnier direkt ab, Nikola Vasilj war jedoch zur Stelle. Vier Minuten später schlug es dann auf der anderen Seite ein – Jovo Lukic verwertete eine präzise Hereingabe von Ivan Basic nach einem Eckball zur Führung für Bosnien-Herzegowina. In der Folge übernahmen die Kanadier das Kommando, ohne bis zur Halbzeit jedoch zwingend zu werden.
Nach dem Seitenwechsel drückte Kanada sofort auf den Ausgleich. Vasilj musste früh gegen Oluwaseyi eingreifen und parierte dessen Versuch stark. In der 53. Minute scheiterte Laryea mit einem Abschluss im Strafraum an Kolasinac, der den Ball mit Hilfe der Latte klärte.
KOLASINAC WHAT A CLEARANCE pic.twitter.com/mGWXJrMiAl
— AC 🇲🇦 (@AC2802M) June 12, 2026
Bosnien-Herzegowina antwortete prompt: Demirovic ließ eine Eins-gegen-Eins-Situation ungenutzt, Muharemovic schoss aus guter Position über das Gehäuse.
Larins Ausgleich
Oluwaseyi blieb der auffälligste Mann auf kanadischer Seite. In der 66. Minute rettete Nikola Katic erneut auf der Linie. Als Larin in der 78. Minute eingewechselt wurde, dauerte es nicht lange – der Stürmer traf prompt zum 1:1 und belohnte den anhaltenden Druck der Gastgeber.
In der Schlussphase änderte sich am Ergebnis nichts mehr.
In der nächsten Runde trifft Bosnien-Herzegowina auf die Schweiz, Kanada bekommt es mit Katar zu tun.