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Österreich unterstützt EU-Beitritt von Bosnien und Herzegowina

(FOTO: EPA-EFE/ANDREAS GORA/POOL)
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27 Mitgliedsstaaten der EU müssen dem Beitritt Bosnien und Herzegowinas zustimmen. Österreich ist, geht es nach der Bundesministerin für Integration Susanne Raab (ÖVP), fix dabei.

Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) setzte sich bei dem Westbalkan-Treffen in Berlin stark für eine engere Zusammenarbeit zwischen Österreich und den sechs Westbalkanländer – Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien – ein. Auch Deutschland geht in diese Richtung. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz äußert sich positiv zu Bosnien und Herzegowina und stellt einen baldigen EU-Beitritt in Aussicht.

Experten meinen, dass diese Wendung am Ukraine-Konflikt liegen könnte. So wolle die EU verhindern, dass sich die Westbalkanstaaten in dem Konflikt Russland anschließen.

Energiekrise am Balkan

Als Anreiz wurde ein Energiehilfspaket von der EU gestellt. So sollen nun rund 1 Milliarde Euro in die sechs Westbalkanstaaten fließen. Damit soll – wie in Österreich – eine Preiserhöhung von Gas und Strom verhindert werden.

Als Sofortmaßnahme wurden 500 Millionen Euro von der EU-Kommission gewährt. Damit könnte der Betrag den sechs Westbalkanländern ab Jänner zur Verfügung stehen. Private Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen sollen davon profitieren. Weitere 500 Millionen Euro sollen dann für die Diversifizierung der Energieversorgung, die Erzeugung erneuerbarer Energien sowie den Gas- und Stromverbund ausgelegt werden.

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