Albufeira plant strenge Kleiderregeln: Badebekleidung auf Straßen und Terrassen soll bald hohe Bußgelder nach sich ziehen.

In Albufeira, einem beliebten Urlaubsziel an der Algarve in Portugal, könnten Besucher bald mit Geldstrafen rechnen, wenn sie unangemessene Kleidung in der Öffentlichkeit tragen. Diese Maßnahme betrifft insbesondere Badebekleidung wie Bikinis, Trikinis, Badeanzüge, Badeshorts und Unterwäsche, die auf Straßen und Terrassen nicht mehr erlaubt sein sollen.
Strände und Hotelparkplätze sind von diesem Verbot ausgenommen. Laut der portugiesischen Zeitung Correio da Manhã könnten Bußgelder zwischen 300 und 1500 Euro verhängt werden.
Weitere Regelungen
Ähnliche Regelungen gibt es bereits in der italienischen Stadt Chioggia an der Adria. Albufeira plant zudem, ein Oben-Ohne-Verbot einzuführen. Weitere Regelungen, die zur Diskussion stehen, betreffen den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit sowie das Verbot von vollständiger Nacktheit und das öffentliche Zeigen der Geschlechtsorgane.
Diese Verstöße könnten mit Strafen zwischen 500 und 1800 Euro geahndet werden. Zwölf Beamte sollen dafür sorgen, dass diese Vorschriften eingehalten werden, und bei Lärmbelästigungen in Wohngebieten einschreiten. Dazu zählen auch unerwünschte Verhaltensweisen wie sexuelle Handlungen, urinieren, koten oder spucken.
Stadtbild und Tourismus
Trotz ihrer Beliebtheit bei Touristen wurde Albufeira kürzlich von der britischen Zeitung Telegraph als eine der weniger attraktiven Küstenstädte Europas bezeichnet. Dies liegt an den neuen Apartmentblöcken entlang der Küste, die als unästhetisch empfunden werden. Möglicherweise könnte sich das Bild der Stadt verbessern, wenn die Urlauber angemessener gekleidet sind, da die Autorin des Telegraph auch anmerkte, dass der Anblick der Altstadt weniger ansprechend sei, wenn sie von vielen Menschen bevölkert ist.
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