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Eskalation

Verlierer“: Trump droht Iran mit „vollständiger Zerstörung

Verlierer“: Trump droht Iran mit „vollständiger Zerstörung
FOTO: EPA/AARON SCHWARTZ / POOL
3 Min. Lesezeit |

Trumps Worte lassen keinen Spielraum: Nach einer Videobotschaft aus Teheran eskaliert der US-Präsident seinen Kurs drastisch.

Donald Trump (79) hat die Drohkulisse gegenüber dem Iran erneut verschärft und dem Mullah-Regime mit „vollständiger Zerstörung und sicherem Tod“ gedroht. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social kündigte er an, dass weitere hochrangige Vertreter des iranischen Regimes ins Visier genommen werden könnten. „Heute wird der Iran sehr hart getroffen werden!“, schrieb Trump.

Auslöser für Trumps Reaktion war eine Videobotschaft des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian (71), die über die staatliche Rundfunkagentur ausgestrahlt wurde. Darin stellte er ein Ende der iranischen Luftangriffe in Aussicht – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen: keine Raketenangriffe, keine Attacken auf Nachbarländer, sofern von dort keine Angriffe auf den Iran ausgehen. Unterstützung für Israel und die USA bezeichnete er als „ehrlos“.

Gleichzeitig entschuldigte er sich für die jüngsten Angriffe mit den Worten: „Diese Vorfälle waren das Ergebnis der chaotischen Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandeure, als die Streitkräfte führungslos waren und eigenständig handeln mussten.“ Auch die Islamischen Revolutionsgarden meldeten sich zu Wort: Man respektiere die Souveränität der Nachbarländer – US- und israelische Militärstützpunkte in der Region blieben jedoch erklärte Hauptziele.

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Trumps Gegenschlag

Trump ließ diese Aussagen nicht unbeantwortet. Auf Truth Social hielt er fest, der Iran sei „gnadenlos geschlagen worden“, habe sich bei seinen Nachbarn im Nahen Osten entschuldigt, sich ihnen ergeben und versprochen, nicht mehr auf sie zu schießen. Dieses Einlenken sei ausschließlich durch die entschlossenen Militäraktionen der USA und Israels erzwungen worden.

Am 28. Februar hatte Trump in einer Videobotschaft erklärt, dass der Zweck der US-Luftschläge gegen den Iran faktisch ein Regimewechsel sei. Der Iran erklärte daraufhin, nicht länger mit den USA verhandeln zu wollen, während Trump ankündigte, dass die Angriffe auf den Iran fortgesetzt würden.

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Der Iran habe den Nahen Osten „übernehmen und beherrschen“ wollen. Es sei „das erste Mal seit Tausenden von Jahren“, dass der Iran gegen die umliegenden Länder des Nahen Ostens verloren habe, so Trump. Man habe zu ihm gesagt: „Danke, Präsident Trump.“ Seine Antwort: „Gern geschehen!“

„Der Verlierer“

Den Iran bezeichnete Trump in seiner Botschaft nicht länger als „Tyrann des Nahen Ostens“, sondern als „DER VERLIERER DES NAHEN OSTENS“. Das Land werde dies „noch viele Jahrzehnte lang bleiben“, bis es kapituliere oder „vollständig zusammenbricht“, schrieb er.

Wörtlich hielt Trump fest: „Aufgrund des schlechten Verhaltens des Iran werden Gebiete und Bevölkerungsgruppen, die bis zu diesem Zeitpunkt nicht als Ziele in Betracht kamen, ernsthaft für eine vollständige Zerstörung und den sicheren Tod in Betracht gezogen.“ Seinen Beitrag beendete er mit den Worten: „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit! Präsident DONALD J. TRUMP“.