Start NEWS Chronik Mordfall Leonie (13): Das geschah bevor sie starb
LETZTE STUNDEN REKONSTRUIERT

Mordfall Leonie (13): Das geschah bevor sie starb

(FOTO: Google Maps-Screenshot, iStockphoto, zVg.)

Knapp eineinhalb Wochen nach dem tragischen Mord an der 13-jährigen Leonie aus Tulln konnte die Polizei ihre letzten Stunden vor dem Tod rekonstruieren.

„Die Gewissheit, dass meine liebste Tochter nichts mitbekam und nicht leiden musste, gibt der ganzen Familie jetzt Kraft für den Kampf für Leonie“, sagte die Mutter des Opfers gegenüber der Heute. Die Polizei konnte nun die letzten Stunden der 13-Jährigen rekonstruieren. Laut dem Ermittlungsakt soll sich Leonie am 25. Juni zuvor noch in Tulln an der Donau (NÖ) aufgehalten haben und dort mit einer Freundin (15) unterwegs gewesen sein. Als sich ihre Wege trennten, wurde Leonie von einem  flüchtigen Bekannten (27) nach Wien zum Donaukanal chauffiert, wo der Abend zu einem schrecklichen Ende kam.

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Ecstasy verabreicht
Am Donaukanal angekommen ließ Leonie ihren Bekannten stehen und meinte, sie habe etwas zu erledigen. Stattdessen traf sie sich mit 2 der 4 Tatverdächtigen (16, 23), die ihr bereits vor Ort Ecstasy verabreicht haben sollen. Anschließend fuhren die beiden Afghanen mit Leonie in die Wohnung des 18-jährigen Hauptverdächtigen in der Donaustadt.

Überdosis und Vergewaltigung
Dort soll der 13-Jährigen laut Heute-Bericht erneut Ecstasy ins Glas gemischt worden sein. Anschließend wurde Leonie nach aktuellem Ermittlungsstand von mindestens zwei der Verdächtigen vergewaltigt. Die massive Überdosierung (mind. 11 Tabletten im Körper) und das enorme Gewicht der Männer dürfte für Leonies Körper zu viel gewesen sein – ihr Herz hörte auf zu schlagen.

In Teppich auf Straße getragen
Als die 13-Jährige das Bewusstsein verlor, bekamen es die Männer mit der Panik zu tun. Sie gaben ihr Milch und Joghurt zu trinken und stellten sie unter die Dusche, doch Leonie wachte nicht auf. Schließlich beschlossen die Männer sie in einen Teppich zu wickeln und trugen sie auf die Straße. Anschließend soll der 16-jährige Afghane die Rettung gerufen und den Unschuldigen gemimt haben. Eine Zeugin begann mit der Reanimation, die rund zehn Minuten später erfolglos abgebrochen werden musste.

Insider half bei Aufklärung
Der Durchbruch gelang den Ermittlern durch einen Insidertipp: Einer der Verdächtigen hatte sich einem Bekannten anvertraut. Dieser Asylwerber gab sein Wissen an die Polizei weiter und trug somit maßgeblich zur Klärung des Verbrechens bei. Ein 16-Jähriger (laut eigenen Angaben der fixe Freund von Leonie) und ein 18-Jähriger wurden zunächst festgenommen. Am Tag darauf konnte die Polizei auch den 23-jährigen, verdächtigen Afghanen festnehmen. Die drei afghanischen Asylwerber (16, 18 und 23) sitzen in der Justizanstalt Josefstadt in U-Haft. Lediglich ein Verdächtiger (22) ist weiterhin auf der Flucht. Die internationale Fahndung läuft.

Quellen und Links:

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