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Verdachtsfälle

Missbrauchsvorwürfe in Grazer Kindergarten weiten sich aus

(FOTO: iStock/monkeybusinessimages)
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In Graz wurden mehrere Vorfälle sexueller Übergriffe an Kindergärten bekannt. Der Anfangsverdacht hat sich mittlerweile auf weitere Standorte erweitert. Sieben Opfer konnten bislang ausfindig gemacht werden.

Anfang Oktober haben die Ermittlungen der Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Graz zu den Missbrauchsvorwürfen an einem Grazer Kindergarten (Schönbrunngasse) begonnen. Anstoß dazu gab ein minderjähriges Kind, das sich seiner Mutter anvertraut hatte. Untersuchungen in dem Fall haben weitere fünf Opfer zu Tage gebracht. So hat man bislang sechs Opfer im Kindergarten Schönbrunngasse ausfindig machen können. Wie viele Kinder noch betroffen sind, ist derzeit noch unklar.

Der Verdächtige hatte auch eine Anstellung an weiteren Standorten des Kindergartens.

Der Missbrauchsverdacht weitet sich automatisch auf die weiteren Kindergarten-Standorte aus. So konnte schon ein weiteres Opfer im Kindergarten Plüddemanngasse festgestellt werden, das vom Täter ein Jahr lang schwer sexuell missbraucht worden sei. Insgesamt konnte man bislang sieben Missbrauchsfälle mit dem betreffendem Pädagogen in Verbindung bringen. Weitere Ermittlungen sind im Gange.

Falls man Opfer oder Betroffener in diesen Fällen ist, kann man sich bei der Kontaktstelle für Opfer und Betroffene, Polizeiinspektion Graz-Plüddemanngasse, melden: (Tel. 059133/6591)

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Hilfe bei Missbrauch

Falls Sie Personen kennen, die unter psychischem, physischem und/oder sexuellem Missbrauch leiden, zögern Sie nicht um Hilfe zu bitten:
• Rat auf Draht, Onlineberatung
• Rat auf Draht: Chatberatung Mo bis Fr, 18 – 20 Uhr
• Rat auf Draht: 147
• Sozialpsychiatrischer Notdienst: 01 / 310 87 79
• Frauenhelpline: 0800 222 555
• Sorgentelefon für Kinder, Jugendliche und Erwachsene: 0800 / 20 14 40
• Psychiatrische Soforthilfe: 01 / 313 30

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Quelle: LPD Steiermark

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