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Wohnen

Wiener Wohnen nimmt einen möglichen Wechsel von Marko Arnautović zu Rapid zum Anlass für eine charmante Einladung. In einem Facebook-Post wird eine bestimmte Wohnhausanlage humorvoll ins Rampenlicht gerückt.

Mit einem augenzwinkernden Facebook-Post hat Wiener Wohnen die Aufmerksamkeit auf den Rudi-Edlinger-Hof gelenkt – und gleichzeitig eine prominente Einladung ausgesprochen: Marko Arnautović, der aktuell mit einem möglichen Wechsel zum SK Rapid Wien in Verbindung gebracht wird, solle doch gleich dort einziehen. „Vom Balkon direkt zum Ankick“, heißt es in dem Posting – dichter dran am Geschehen gehe es kaum.

Rudi-Edlinger-Hof

Die Wohnhausanlage im 14. Bezirk ist nach der Rapid-Legende Rudi Edlinger benannt. Wiener Wohnen greift diese Nähe zum Fußballklub geschickt auf und inszeniert die potenzielle Rückkehr des Fußballstars als Werbeaufhänger. Der Post verbindet Witz mit Wiener Charme und setzt auf die emotionale Bindung vieler Rapid-Fans zur Gemeindebaukultur.

Gleichzeitig wird subtil mitgeteilt: Im Rudi-Edlinger-Hof sind derzeit noch Wohnungen frei. Wer sich also selbst ein bisschen Rapid-Feeling sichern will, kann sich direkt bei der Wohnberatung vormerken. Arnautović hin oder her – das Angebot steht.

In unserem Interview spricht Smajo Pasalic, Geschäftsführer der MIGRA, über die Herausforderungen im sozialen Wohnbau – von knappen Grundstücken bis hin zu steigenden Baukosten – und darüber, wie enge Partnerschaften mit der Stadt Wien helfen, bezahlbares Wohnen in der Stadt zu sichern.

Herr Pasalic, die MIGRA hat zahlreiche Projekte im Bereich des sozialen Wohnbaus in Wien realisiert. Was sind aktuell die größten Herausforderungen bei der Schaffung von leistbarem Wohnraum?

Smajo Pasalic: Eine der größten Herausforderungen besteht darin, leistbaren Wohnraum zu schaffen, der auch langfristig bezahlbar bleibt. Wir sprechen oft von „leistbarem Wohnraum“, aber es geht darum, dass Menschen nach der Zahlung von Miete und Nebenkosten noch genug zum Leben haben. Gerade in Zeiten von Inflation und globalen Krisen wird es immer schwieriger, die Kosten stabil zu halten. Wir setzen uns jedoch dafür ein, dass Wohnen erschwinglich bleibt, indem wir die Baukosten so niedrig wie möglich halten und die erzielten Vorteile an unsere Mieter weitergeben.

Welche Unterstützung erhalten Sie in diesen herausfordernden Zeiten von der Stadt Wien oder anderen öffentlichen Stellen, um dieses Ziel weiterhin realisieren zu können?

Smajo Pasalic: Die größten Hürden sind derzeit die steigenden Baukosten und die Verknappung von leistbaren Grundstücken. Ohne Grundstücke können wir schlichtweg nicht bauen, und die Flächen in Wien sind stark begrenzt. Das führt zu höheren Preisen. Dennoch gibt es von der Stadt Wien Unterstützung in Form von Grundstücken, die sie im Rahmen von Wettbewerben an Bauträger vergibt. Das macht es möglich, kostengünstigen Wohnraum zu schaffen.

Welche Unterstützung erhalten Sie konkret von der Stadt Wien oder anderen Stellen?

Smajo Pasalic: Die Stadt Wien ist unser wichtigster Partner. Sie stellt Grundstücke zu erschwinglichen Konditionen zur Verfügung, die wir dann an unsere Mieter weitergeben. Solche Wettbewerbe, die über den Wohnfonds Wien organisiert werden, sind eine wesentliche Hilfe. Außerdem gibt es städtebauliche Vorgaben, die sicherstellen, dass ein Großteil des Wohnraums gefördert ist. Diese Maßnahmen machen Wien zu einem Vorbild in Europa, wenn es um leistbaren Wohnraum geht.

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FOTO: KOSMO / Igor Ripak

„Wir brauchen kreative Lösungen, um trotz der steigenden Baukosten bezahlbare Wohnungen zu schaffen.“

Nachhaltigkeit ist ein großes Thema. Wie bewerten Sie die langfristigen Auswirkungen solcher Maßnahmen auf die Wohnqualität und den Klimaschutz?

Smajo Pasalic: Nachhaltigkeit wird immer wichtiger, auch im Wohnbau. Wir setzen auf klimaaktive Bauweisen, zum Beispiel durch die Begrünung von Fassaden und den Einsatz von Erdwärme. Unser Ziel ist es, die Gebäude so zu gestalten, dass sie zur Abkühlung der Stadt beitragen, ohne auf schädliche Klimaanlagen angewiesen zu sein. Wir nutzen Erdwärme sowohl zur Kühlung im Sommer als auch zur Heizung im Winter. Diese Technologien sind inzwischen Stand der Technik und helfen uns, den Wohnbau zukunftsfähig zu gestalten.

Unser Ziel ist es, leistbaren Wohnraum zu schaffen, der gleichzeitig umweltfreundlich ist. Das ist oft ein Balanceakt, denn nachhaltiges Bauen kann kostspielig sein. Hier ist die Unterstützung der Stadt Wien entscheidend, um diesen Spagat zu schaffen.

Das Projekt „Rote Emma“ in der Attemsgasse ist nach einer Erdäpfelsorte benannt. Was war der Grund für diese Namenswahl?

Smajo Pasalic: Der Name „Rote Emma“ stammt von einer Erdäpfelsorte, die früher auf dem Grundstück angebaut wurde. Wir wollten einen Bezug zur Geschichte des Ortes schaffen. Es gibt keinen politischen Hintergrund, sondern es geht darum, die lokale Geschichte in den Projektnamen einzubinden und den Bewohnern zu vermitteln, was diesen Ort ausmacht. Projekte wie „Rote Emma“ sind ein gutes Beispiel: Hier kombinieren wir Holzbauweise mit leistbarem Wohnen, was zeigt, dass Umweltschutz und Bezahlbarkeit Hand in Hand gehen können.

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Ein Großteil Ihrer Projekte, wie das Nordbahnhof-Quartier, zielt auf eine soziale Durchmischung ab. Wie wichtig ist dieses Konzept für den Wiener Wohnbau?

Smajo Pasalic: Sehr wichtig. Wien ist eine wachsende Stadt, und wir müssen sicherstellen, dass alle Bevölkerungsgruppen gut zusammenleben können, egal ob jemand aus einem anderen Bezirk, Bundesland oder aus dem Ausland zuzieht. Wir arbeiten in unseren Projekten eng mit sozialen Einrichtungen zusammen, um sicherzustellen, dass auch benachteiligte Gruppen angemessenen Wohnraum finden. Das ist der Schlüssel zu einer funktionierenden Gesellschaft.

Wie sehen Sie die Zukunft des Wohnbaus in Wien angesichts der immer knapper werdenden Flächen und steigenden Baukosten?

Smajo Pasalic: Die Schaffung von leistbarem Wohnraum wird in Zukunft noch wichtiger werden. Es ist jetzt schon ein zentrales Thema, aber die finanziellen Mittel vieler Menschen sind begrenzt, und Wohnen muss für alle leistbar bleiben. Wir brauchen kreative Lösungen, um trotz der steigenden Baukosten bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Das können wir nur in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Wien erreichen. Ich bin überzeugt, dass wir in den kommenden 100 Jahren in Wien weiterhin erfolgreich leistbaren Wohnraum schaffen werden, weil wir auf dem richtigen Weg sind.

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In Österreich stehen 635.000 Wohneinheiten leer – eine Stadt so groß wie Prag. Leerstandsabgaben in Tirol, Salzburg und der Steiermark sollen dem entgegenwirken. Doch wie wirksam sind diese Abgaben wirklich?

In Österreich stellt sich die Frage nach Leerständen: 635.000 Wohneinheiten stehen leer. Die Einwohner der Stadt Prag könnte in diesen Wohneinheiten unterkommen. Doch genaue Daten sind rar, Leerstands­erhebungen sind selten. In Innsbruck gibt es eine Vollerhebung, bereits 50 Prozent der Wohnungen wurden überprüft.

Leerstands­abgaben beschlossen

Tirol, Salzburg und die Steiermark haben Leerstands­abgaben beschlossen. Vorarlberg führt eine Zweitwohnsitz­abgabe ein. In Graz wird noch diskutiert, wie eine Abgabe sinnvoll eingehoben werden kann. In Hartberg (Steiermark) wurde ein Antrag auf Leerstandsabgabe angenommen, die Umsetzung steht noch aus.

Die Höhe der Abgaben variiert je nach Bundesland. In Salzburg zahlt man bis zu 5000 Euro pro Jahr. In der Steiermark sind es maximal 1000 Euro pro Jahr für eine 100-Quadratmeter-Wohnung. Tirol differenziert je nach Region. In Vorarlberg wird eine Zweitwohnsitzabgabe fällig.

Auf Bundesebene angekommen

Die Diskussion über Leerstandsabgaben ist auch auf Bundesebene angekommen. Die türkis-grüne Regierung will den Ländern mehr Möglichkeiten geben. Die Frage ist nun, wie Leerstand definiert wird und welche Beträge gerecht sind. Die Debatte über die Wirksamkeit und Umsetzbarkeit dieser Abgaben wird weitergehen.

Leerstand in Wien

In Wien hofft man auf eine bundesweite Regelung. Derzeit liegen die Abgaben in den Bundesländern niedrig. Experten sehen die Notwendigkeit einer Ergänzung der Verfassungsbestimmung. Die genaue Erfassung von Leerständen und die Festlegung angemessener Abgaben sind zentrale Punkte.

Eine mögliche Auswirkung der Leerstandsabgaben könnte sein, dass Eigentümer in Zukunft eher dazu neigen würden, ihre leerstehenden Wohnungen zu vermieten, um die Abgaben zu vermeiden. Dies könnte zu einer Erhöhung des Wohnungsangebots führen und somit den Druck auf den Wohnungsmarkt mildern. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass Eigentümer die Abgaben einfach akzeptieren und weiterhin auf höhere Mieteinnahmen warten.

Wohnen wird zur finanziellen Herausforderung. Die Konfrontation mit stetig steigenden Mietpreisen trifft immer mehr Menschen hart. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels. Die steirische Landesregierung hat sich dazu entschlossen, die Wohnunterstützung deutlich aufzustocken.

Die Inflation hat im steirischen Land nicht nur die Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen in die Höhe getrieben, sondern auch die Mietpreise. Immer mehr Menschen, deren Einkommen eine bestimmte Grenze nicht übersteigt, sehen sich mit einer finanziellen Belastung konfrontiert, die sie kaum bewältigen können.

Wohnunterstützung

Inmitten dieser prekären Lage hat die steirische Landesregierung einen entscheidenden Schritt unternommen: Die Wohnunterstützung, eine finanzielle Hilfeleistung für Mieter, wurde im vergangenen August um 20 Prozent und im Jänner noch einmal um 10 Prozent erhöht.

Eine kürzliche Prüfung des Landesrechnungshofes offenbarte, dass die Wohnkosten im Durchschnitt um 27 Prozent gestiegen sind, während die Wohnunterstützung in den letzten Jahren um 15 Prozent gesunken ist. Doch mit der jüngsten Erhöhung der Wohnunterstützung wurde dieser Trend gebrochen.

31 Millionen Euro

Die Maßnahme, die im Jahr 2022 fast 28 Millionen Euro kostete, wird von der steirischen Landesregierung als notwendig erachtet. Die Erhöhung der Wohnunterstützung um 30 Prozent schlägt dabei mit drei Millionen Euro zu Buche. Im Durchschnitt erhält ein Haushalt, der diese Unterstützung in Anspruch nimmt, monatlich 131 Euro.

Die steirischen Grünen begrüßen die Entscheidung der Landesregierung. „Unsere Hartnäckigkeit hat Früchte getragen. Die Anpassung der Wohnunterstützung an die Inflation ist ein wichtiger Beitrag, um die steigenden Lebenshaltungskosten abzufedern“, sagt Klubobfrau Sandra Krautwaschl.

Aber damit soll noch nicht Schluss sein. Sozialsprecherin Veronika Nietsche geht einen Schritt weiter: „Auch andere Sozialleistungen des Landes, wie etwa der Heizkostenzuschuss, müssen valorisiert werden.“

Ein dramatischer Einbruch: Die Zahl freifinanzierter Mietwohnungen bricht um 50 Prozent ein. Welche Auswirkungen hat dies auf den Wohnungsmarkt und die Mieter?

Die Zahl neuer freifinanzierter Mietwohnungen bricht um 50 Prozent ein, erreicht ein Siebenjahrestief. Dies hat Konsequenzen für Mieter und Wohnungssuchende. Wohnen ist ein elementares Bedürfnis, doch die Lage auf dem Immobilienmarkt wird prekärer. Branchenexperten klagen über das Stillhalten der Politik, was zu einem Wohnungsmangel und steigenden Mieten führen könnte.

Kein Neubau mehr?

Der Geschäftsführer der Buwog, Andreas Holler, warnt vor einem toxischen Mix für den Wohnungsbau. Die Entwickler stehen vor einer Herausforderung: Sie sehen zwar eine steigende Nachfrage, aber keine attraktiven wirtschaftlichen Perspektiven für den Bau. Die Konjunkturflaute und hohe Baupreise machen den Neubau schwierig. Dies trifft besonders den Wiener Wohnungsmarkt hart.

Mehr Mieter, weniger Wohnungen

Die Zahl der begonnenen Neubauprojekte sinkt empfindlich. Weniger als 13.200 Wohneinheiten werden 2024 fertiggestellt, so ein Bericht von Buwog und EHL. Besonders bei freifinanzierten Mietwohnungen ist ein Rückgang um mehr als die Hälfte zu verzeichnen. Dies ist die niedrigste Zahl neuer Mietwohnungen seit sieben Jahren.

Der Rückgang der Baubewilligungen bedeutet weniger Baustarts und wirkt sich auf die Fertigstellungszahlen in den kommenden Jahren aus. Die Wohnungsproduktion erreicht ein Niveau deutlich unter dem strukturellen Neuflächenbedarf. Parallel dazu geht auch die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum im Bestand stark zurück. Dachbodenausbauten rentieren sich nur in sehr guten Lagen, und Sanierungen bestehender Wohnungen werden selten durchgeführt.

Verknappung auf dem Mietmarkt

Die wachsende Bevölkerung schiebt die Nachfrage nach Mietobjekten weiter an, insbesondere in den größeren europäischen Städten. Die Zahl der Haushalte in Europa wird voraussichtlich um drei Prozent steigen. Die Erschwinglichkeit wird zur größten Herausforderung. Karina Schunker von EHL Wohnen beobachtet eine Verknappung auf dem Mietmarkt und prognostiziert einen drastisch steigenden Mietniveau in Wien ab 2025.

Eigentum für eine halbe Million Euro. Vor zehn Jahren noch purer Luxus. Heutzutage gang und gäbe. Denn die Immobilienpreise in Österreich platzen aus allen Nähten. Wieviel ein Pärchen verdienen muss, um überhaupt einen Kredit für ein Eigenheim zu erhalten rechnen wir euch in diesem Artikel vor.

Der Traum vom Eigenheim wird in Zeiten der Inflation und Teuerung eher zum Albtraum als zur Realität. Mit Preisen von über einer halben Millionen Euro muss man rechnen, wenn man sich ein Haus kaufen oder bauen will. Das Grundstück dazu ist meist nur minimal größer als das Haus das darauf steht – Garten gleich Null. Und trotzdem kann sich ein „Normalbürger“ so ein Eigenheim kaum leisten.

KOSMO hat für seine Leser berechnet, wie viel ein Pärchen verdienen müsste, um sich überhaupt einen Kredit leisten zu können. Denn ja, auch auch für einen Kredit müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Besonders wenn es um solche Summe geht.

Möglichkeiten und Preise

Natürlich kostet nicht jede Immobilie gleich viel. Allerdings ist es wohl eine Tatsache, dass man in günstigere Immobilien mehr für Renovierung und Erneuerung zahlen muss, als wenn man sich einen Neubau zulegt. Die Preise für ein neu gebautes Haus oder eine frisch errichtete Eigentumswohnung in guter Lage beträgt nicht selten rund 600.000 Euro aufwärts – ohne Möbel wohl gemerkt!

Im Grund auch kein Problem – denn wozu gibt es Wohnkredite. Falsch gedacht! Denn um überhaupt einen Wohnkredit bewilligt zu bekommen muss man seit August 2022 bestimmte Kriterien erfüllen, und die haben es in sich: 20 Prozent des Kaufpreises muss in Form von Eigenkapital zur Verfügung stehen. Die Kreditrate darf 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens nicht überschreiten und die Kreditlaufzeit ist auf maximal 35 Jahre begrenzt.

Eine Maklerprovision muss vom Käufer zwar nicht mehr geleistet werden, da diese nun der Verkäufer übernehmen muss – doch die angegebenen Kaufpreise auf Verkaufsportalen wie Immowelt oder willhaben sind keine Fixpreise sondern ein Richtwert, auf den man nicht selten mal 10 Prozent – oder mehr – dazurechnen muss. Kaufnebenkosten (Grundbucheintrag, Notarkosten) nennt sich das dann.

Es wird teuer…

Bei unserem Beispiel, bei dem sich ein Pärchen also ein Haus um 600.000 Euro kaufen will, rechnen wir nun 10 Prozent dazu. Wir kommen auf einen Stolzen Kaufpreis von 660.000 Euro – wohl gemerkt: noch immer ohne Möbel!

Um einen Wohnkredit aufnehmen zu können braucht unser Pärchen also mal ein Eigenkapital von 132.000 Euro! Der Finanzierungsbedarf unseres Pärchens beträgt also 528.000 Euro!

Nun kommt noch die monatliche Kreditrate. Hierfür darf unser Pärchen maximal 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens veranschlagen. Die monatliche Kreditrate beläuft sich in diesem Rechenbeispiel 1.258 Euro (wohl gemerkt noch ohne Möbel!). Hochgerechnet müsste unser Pärchen also mindestens 3.145 Euro Netto monatlich verdienen, um sich ein leeres Haus kaufen zu können. Klingt nicht so schlimm. Vorausgesetzt sind natürlich die 132.000 Euro Eigenkapital!

Zusatz: Rechnen wir das Eigenkapital mal durch! Bevor der Kredit beantrag werden kann, muss das Eigenkapital von 132.000 Euro schon am Konto sein. Spart unser Pärchen fünf Jahre lang für das Eigenkapital, muss es monatlich 2.200 Euro zur Seite legen!

Die Arbeiterkammer (AK) Österreichs hat die Alarmglocken geläutet und eine dringende Überarbeitung der aktuellen Mietgesetzgebung gefordert. In einer jüngsten Stellungnahme kritisiert sie insbesondere die zunehmende Praxis befristeter Mietverträge, die sie als Quelle hoher Kosten und Unsicherheit für die Mieter sieht.

Laut Thomas Ritt, Leiter der AK-Abteilung Kommunal & Wohnen, ist die Befristung von Mietverträgen in den letzten Jahren zur Regel geworden. „Vor zehn Jahren war nur jede dritte Mietwohnung befristet, mittlerweile ist es schon jede Zweite“, sagt Ritt. Er weist darauf hin, dass viele Mieter sich gegen ihren Willen in befristeten Mietverhältnissen befinden. „Drei von vier Mietern in einem befristeten Verhältnis hätten das gegen ihren Willen getan, aber eben aus Alternativlosigkeit geschluckt“, so Ritt.

Befristungsabschlag von 25 Prozent

Ritt bemängelt, dass die Befristung die Mieter in eine erpressbare Position bringt und viele davon abhält, Unregelmäßigkeiten zu melden. Darüber hinaus sei vielen Mietern nicht bewusst, dass es einen Befristungsabschlag von 25 Prozent gibt. „Bei einer Befristung ist man schon gekündigt, wenn man den Vertrag abschließt“, betont Ritt.

Sicht der Vermieter

Doch nicht alle sehen die Befristung von Mietverträgen als Problem. Anton Holzapfel vom Österreichischen Verband der Immobilienwirtschaft argumentiert, dass Vermieter bei unbefristeten Mietverträgen nicht mehr sicher sein können, dass der vereinbarte Mietzins nicht rückwirkend angefochten wird. „Es fehlt an Rechtssicherheit für Vermieter, um unbefristete Mietverträge auszugeben“, so Holzapfel.

Auch der Österreichische Haus- und Grundbesitzerbund (ÖHGB) sieht die Befristung nicht als Übel, sondern als „teilweisen Ausgleich für die rigiden Kündigungsbestimmungen des Mietrechtsgesetzes“. Martin Prunbauer, Präsident des ÖHGB, ist der Meinung, dass eine Abschaffung der Befristung und eine Bestrafung von Leerstand den Wohnungsmarkt nicht beleben würde. „Im Gegenteil: Eine Liberalisierung der Befristung würde dem Markt guttun“, so Prunbauer.

Die ÖGB-Ökonomin Angela Pfister hält dagegen: „Verlängerungen oder neue Verträge gibt es nur in Verbindung mit heftigen Preissteigerungen“, kritisiert sie. Pfister betont, dass Wohnungen von Gemeinden und gemeinnützigen Bauvereinigungen von dieser Problematik ausgenommen seien, da sie „praktisch ausschließlich unbefristet vermietet“ sind. Sie fordert eine Wohnbauoffensive und eine „echte und wirkungsvolle Mietpreisbremse“.

Die Wiener Stadtregierung hat einen Gesetzesentwurf zur Einführung einer Zweitwohnsitzabgabe auf den Weg gebracht. Diese soll ab 2025 für Personen gelten, die in Wien einen Zweitwohnsitz haben, jedoch ihren Lebensmittelpunkt in einem anderen Bundesland haben. Die jährlichen Grundbeträge sollen sich an der Quadratmetergröße der jeweiligen Wohnung orientieren und zwischen 300 und 550 Euro liegen.

Die Idee zur Zweitwohnsitzabgabe entstand im Zuge der Arbeitsgruppe „Entbürokratisierung und Abgabenprüfung“. Die Fortschrittskoalition hat sich auf die Einführung der Abgabe für Nicht-Wienerinnen und -Wiener geeinigt. Der Tarif soll sich an der Quadratmetergröße der jeweiligen Wohnung orientieren und wird für eine Wohnung nur einmal pro Jahr erhoben. So wird für eine Wohnung bis 60 m² ein Grundbetrag von 300 Euro fällig, bis 130 m² sind es 450 Euro und für Wohnungen über 130 m² beträgt die Abgabe 550 Euro.

Meinungen zur Zweitwohnsitzabgabe

Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) kündigte an, dass die Zweitwohnsitzabgabe in der Bundeshauptstadt ab 2025, je nach Wohnungsgröße, 300 bis 500 Euro jährlich betragen könnte. „Auf diese Weise schaffen wir einerseits eine Entlastung der Wiener*innen und andererseits mehr Balance und Fairness in der lebenswertesten Metropole der Welt“, so Hanke. Ebenso äußerte sich Budgetsprecher Markus Ornig (Neos): „Es war ein großes Anliegen, dafür zu sorgen, dass die Wiener*innen trotz der vielen Herausforderungen in der Finanzierung des Landesbudgets nicht zusätzlich belastet werden.“

Prozedere und Zeitplan

Nach Klärung der Modalitäten geht der Gesetzesentwurf nun in Begutachtung. Die Phase der Begutachtung läuft bis zum 19. Jänner 2024, beschlossen soll die Abgabe im ersten Halbjahr 2024 werden. Mit Inkrafttreten des Gesetzes Anfang 2025 wird die Zweitwohnsitzabgabe fällig.

Kritik und Kommentare

Die grüne Parteivorsitzende Judith Pühringer kommentierte den Entwurf zur Zweitwohnsitzabgabe als „halbherzig“. Sie betonte: „Wir werden mit unserer Volksbefragungsinitiative ‚Zu Hause zu teuer‘ weiterhin entschlossen für konsequente Maßnahmen gegen Wohnungsleerstand in Wien kämpfen. Ein großer Hebel, um Wohnen in Wien wieder leistbarer zu machen, ist die von uns geforderte Leerstandsabgabe.“

Mieten auf Rekordhoch: Ein-Zimmer-Wohnungen besonders betroffen

Die Zweitwohnsitzabgabe sieht auch mehrere Ausnahmen vor, darunter beispielsweise Studierendenheime, Pensionist*innenwohnhäuser, Pflegewohnhäuser oder etwa Arbeitnehmer*innenwohnheime. In Wien stehen aktuell 78.200 Wohnungen leer. Die Grünen fordern daher eine Leerstandsabgabe: „Während zehntausende Wohnungen leer stehen, suchen Menschen verzweifelt nach einer Wohnung. Um die hohen Wohn- und Mietkosten in Wien einzudämmen, muss Rot-Pink endlich an den großen Schrauben drehen – eine davon ist eine Leerstandsabgabe.“

Während die schwarz-grüne Regierung plant, die Mietzinserhöhungen in den Jahren 2024 und 2025 auf maximal 5 Prozent zu deckeln, formiert sich Widerstand. Oppositionsparteien und Mietervereinigungen entfachen eine hitzige Debatte um die Zukunft der Wohnungspolitik in Österreich.

Die Regierungskoalition aus ÖVP und Grünen hat einen ambitionierten Plan vorgelegt, um die steigenden Mietkosten in Österreich in den Griff zu bekommen. Sie wollen die Mietzinserhöhungen für gesetzlich geregelte Mietverhältnisse, darunter Kategorie-, Richtwert- und Gemeindewohnungsmieten, auf maximal 5 Prozent innerhalb von zwei Jahren begrenzen. Etwa 590.000 Haushalte sollen hiervon profitieren.

Kritik von FPÖ und SPÖ

Doch die Oppositionsparteien SPÖ und FPÖ sehen das Vorhaben kritisch. „Für Richtwertmieten ändert sich gegenüber dem bisherigen Regierungsentwurf gar nichts“, moniert SPÖ-Klubobmann Philip Kucher. Er bemängelt zudem, dass die von der Regierung angekündigte Deckelung der Mietzinserhöhungen bei 2,5 Prozent im gesamten Gesetzestext nicht zu finden sei. Die FPÖ hingegen hält die Mietpreisbremse für zu spät und hat bereits angekündigt, dem Vorhaben nicht zuzustimmen.

„Wir Freiheitliche stehen für leistbares Wohnen. Die schwarz-grüne Mietpreisbremse ist aber ein Geschenk an Immobilieninvestoren und ein Anschlag auf den sozialen beziehungsweise gemeinnützigen Wohnbau. Da helfen alle gestrigen ‚Hauruck-Placebos‘ nicht“, erklärt FPÖ-Bautensprecher Philipp Schrangl.

Mietervereinigung unzufrieden

Auch die Mietervereinigung Österreich zeigt sich unzufrieden. Ihr Präsident Georg Niedermühlbichler spricht von einem „Schritt nach vorne und vier Schritten zurück“. Er lobt, dass die Regierung endlich anerkennt, dass die Miethöhen in Österreich zum Problem geworden sind. Doch er kritisiert, dass bestimmte Mietergruppen durch die jährliche Erhöhung systematisch schlechter gestellt werden als bisher.

5 Prozent zu hoch

Experten und Oppositionsparteien bemängeln zudem, dass die Begrenzung der jährlichen Erhöhungen auf 5 Prozent zu hoch angesetzt sei. Sie prognostizieren, dass die Inflation im nächsten Jahr deutlich niedriger ausfallen dürfte. Zudem kritisieren sie, dass freie Mieten und Geschäftsraummieten nicht vom Mietpreisdeckel erfasst werden.

Mieten auf Rekordhoch: Ein-Zimmer-Wohnungen besonders betroffen

Trotz der Kritik hält die Regierung an ihrem Plan fest. Ab 2027 soll ein neues Valorisierungssystem gelten, bei dem nicht mehr die Vorjahresinflation, sondern der Mittelwert der Teuerung der vergangenen drei Jahre für die Mietzinserhöhungen herangezogen wird. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die steigenden Mieten in Österreich zu bremsen, wird die Zukunft zeigen.

In Österreich steigen die Mieten unaufhörlich, während die erwartete Mietpreisbremse weiterhin ausbleibt. Statistik Austria zeigt einen besorgniserregenden Anstieg um 8 Prozent auf 9,50 Euro pro Quadratmeter im dritten Quartal dieses Jahres.

Die Mietpreise in Österreich erleben einen besorgniserregenden Anstieg, wie aus aktuellen Zahlen der Statistik Austria hervorgeht. Im dritten Quartal 2023 betrug die durchschnittliche Nettomiete, also exklusive Betriebskosten, stolze 7,1 Euro pro Quadratmeter. Dies markiert einen beunruhigenden Anstieg um 9,2 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Inflation, die bereits im Vorjahr erste Spuren hinterließ, hat weiterhin einen bedeutsamen Einfluss auf die Wohnkosten.

Vergleich zum Vorjahr

Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas erklärt die Entwicklung: „Seit dem ersten Anstieg von 6,6 % im dritten Quartal 2022 haben wir eine stetige Zunahme der Mietpreise erlebt. Im zweiten Quartal 2023 erreichten sie einen Höhepunkt mit einem Anstieg von 11,1 %. Obwohl im dritten Quartal 2023 die Steigerungsrate im Vergleich zum Vorjahresquartal etwas nachließ, blieb sie dennoch auf einem höheren Niveau als vor dem starken Inflationsanstieg.“

Mietzinserhöhung von 5 Prozent

Die geplante Regelung sieht vor, dass Mieterinnen und Mieter im gemeinnützigen Wohnbau künftig maximal mit 5 Prozent Mietzinserhöhung pro Jahr rechnen müssen. Der Entwurf „Mietrechtliches Inflationslinderungsgesetz“ sieht eine Berechnung der Valorisierung bei Kategorie- und Richtwertmieten vor. Allerdings erforderten Verfassungsbestimmungen im bisherigen Entwurf die Zustimmung von SPÖ und FPÖ, was zu einer Überarbeitung führte, um den Schutz für Mieterinnen und Mieter zu gewährleisten.

Wohnbeihilfe NEU: das sind die Vorteile für Privatpersonen

Im Durchschnitt zahlte man im dritten Quartal 631 Euro Miete pro Wohnung in Österreich. Dabei betrugen die durchschnittlichen Betriebskosten 160,60 Euro pro Wohnung oder 2,50 Euro je Quadratmeter. Die Miete ohne Betriebskosten (Nettomiete) belief sich durchschnittlich auf 473,40 Euro pro Hauptmietwohnung oder 7,10 Euro pro Quadratmeter. Der Mietmarkt bleibt angesichts dieser Zahlen eine Herausforderung für viele Wohnungssuchende.

Quelle: Statistik Austria

Wiens Landtag setzt mit wegweisenden Entscheidungen zur Bauordnungsnovelle und der Wohnbeihilfe NEU klare Zeichen für die Zukunft des Wohnbaus. Mehr soziale Absicherung und nachhaltige Bauvorschriften prägen einen innovativen Weg für lebenswertes Wohnen in der österreichischen Hauptstadt.

Mit der Bauordnungsnovelle und der Wohnbeihilfe NEU setzt der Wiener Landtag wegweisende wohnpolitische Impulse. Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál betont die Verantwortung, lebenswerte Stadtentwicklung voranzutreiben. Die Bauordnungsnovelle, entstanden im Dialog und Konsens, gestaltet Wiens Zukunft im urbanen Leben nachhaltig und klimagerecht.

Soziale Absicherung

Ab 01.03.2024 ermöglicht die Wohnbeihilfe NEU eine verbesserte soziale Absicherung. Das Budget steigt von 60 auf 151 Millionen Euro, erweitert den Bezieherinnenkreis und erhöht individuelle Förderung. Das neue Berechnungsmodell nutzt die Bruttomiete, hebt das Haushaltseinkommen an und berücksichtigt Sonderzahlungen. Die Verwaltung wird effizienter, indem Mindestpensionistinnen zukünftig alle Beihilfen bei der MA 50 beantragen können.

Mieten „einfrieren“ & Wohnbeihilfe: Diese Mieter profitieren jetzt!

Die große Bauordnungsnovelle prägt Wiens Wohnbau für Jahrzehnte. Der partizipative Prozess startete 2022 und fokussiert auf leistbares Wohnen, Klimaschutz und Qualität. Photovoltaikanlagen werden zur Pflicht, die Stellplatzverpflichtung neu geregelt, Baumschutz verstärkt. Die Novelle schützt schützenswerte Gebäude, reguliert Kurzzeitvermietung und fördert nachhaltige Mobilität.

Vorteile für Privatpersonen

Finanzielle Unterstützung: Die Wohnbeihilfe gewährt finanzielle Unterstützung, um die Wohnkosten zu reduzieren. Dies kann insbesondere für einkommensschwache Personen oder Haushalte eine erhebliche Entlastung darstellen.

Breitere Bezugsberechtigung: Durch die Erweiterung des Bezieher*innenkreises und die Anhebung des Budgets profitieren mehr Menschen von der Wohnbeihilfe. Dies ermöglicht eine größere Anzahl von Privatpersonen, die finanzielle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Individuelle Förderung: Die Anpassung des Berechnungsmodells, insbesondere die Berücksichtigung der Bruttomiete anstelle der Nettomiete, ermöglicht eine individuellere Förderung. Dies berücksichtigt besser die tatsächlichen Wohnkosten und Bedürfnisse der Bezieher*innen.

Verwaltungsvereinfachung: Die klare verwaltungsrechtliche Trennung und die Einführung einer neuen IT-Applikation sollen die Bearbeitungszeiten beschleunigen und den administrativen Aufwand für die Antragsteller*innen verringern.

Sicherung des sozialen Netzes: Die verstärkte Absicherung durch die Wohnbeihilfe trägt dazu bei, das soziale Netz enger zu knüpfen und bietet Schutz vor sozialem Abrutschen, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.

Insgesamt ermöglicht die Wohnbeihilfe Privatpersonen eine verbesserte finanzielle Situation in Bezug auf ihre Wohnkosten und trägt dazu bei, den Zugang zu angemessenem Wohnraum zu erleichtern.

Quelle: OTS

In Österreichs Wohnlandschaft gibt es eine bemerkenswerte Anomalie: Rund 653.000 Wohnungen und Häuser, die offiziell leer zu stehen scheinen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der Statistik Austria, die Gebäude- und Wohnungsregister mit dem Melderegister abgleicht.

Zum Stichtag 31. Oktober 2021 umfasste Österreichs Wohnlandschaft rund 2,4 Millionen Gebäude und 4,9 Millionen Wohneinheiten. Doch nur in vier Millionen dieser Wohneinheiten war mindestens eine Person mit Hauptwohnsitz gemeldet. Ein kleinerer Teil, etwa 4,9 Prozent der Wohnungen, war lediglich mit Nebenwohnsitzmeldungen verzeichnet. Doch was ist mit den restlichen 13,3 Prozent – rund 653.000 Wohneinheiten – in denen offiziell niemand wohnt?

Eigennutzung oder Vermietung

Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas bringt Licht ins Dunkel: „Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich und reichen von der Eigennutzung oder Vermietung von Ferienwohnungen über Renovierungstätigkeiten bis hin zum Leerstand vor Neuvermietung beziehungsweise Verkauf“, erklärt er. Es könne sich aber auch um Kleingartenhäuser handeln, oder eine Wohnung könne natürlich auch bewohnt sein, ohne dass jemand an der Adresse gemeldet ist.

Melderegister

Diese Zahlen werfen ein neues Licht auf die Wohnsituation in Österreich. Sie zeigen, dass nicht jede Wohneinheit, die im Melderegister als leer geführt wird, tatsächlich unbewohnt ist. Gleichzeitig verdeutlichen sie, dass der Wohnraum in Österreich vielfältig genutzt wird – sei es als Ferienwohnung, zur Vermietung, während Renovierungsarbeiten oder in der Wartezeit auf neue Mieter oder Käufer.

Zahlschein-Betrug: Wiener Wohnen warnt Gemeindebau-Mieter

Die vollständigen Statistiken der Statistik Austria können Sie unter www.statistik.at einsehen. Dort finden Sie auch weitere Informationen zu den Aufgaben und der Rolle von Generaldirektor Tobias Thomas.

Johanna Mikl-Leitner erhebt schwere Vorwürfe gegen die Finanzmarktaufsicht. Sie wirft der FMA vor, den Zugang zum Wohneigentum für Normalverdiener zu erschweren.

Die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hatte die Vorstände der Finanzmarktaufsicht (FMA) scharf kritisiert. Sie warf ihnen vor, den Kontakt zur Realität verloren zu haben. Insbesondere bemängelte sie die unnachgiebige Haltung der FMA in Bezug auf die Vergabe von Immobilienkrediten. Trotz der Tatsache, dass es praktisch keine Kreditausfälle bei Wohnkrediten gibt, ist die Kreditvergabe drastisch gesunken. Die Landeshauptfrau bezeichnete die Regelungen der FMA als übertrieben und betonte: „Wir wollen, dass sich Normalverdienerinnen und Normalverdiener weiterhin Wohnraum leisten können. Ein eigenes Dach über den Kopf ist schließlich die beste Altersvorsorge und ich will nicht, dass diese Möglichkeit nur mehr Spekulanten und Spitzenverdienern in diesem Land offensteht.“ Sie bezeichnete dies als unverantwortlich.

Ausländische Banken

Zusätzlich wies Mikl-Leitner darauf hin, dass in anderen Ländern vernünftiger gehandelt wird und immer mehr Menschen gezwungen sind, auf ausländische Banken auszuweichen, um weniger restriktive Kreditregeln zu erhalten. Sie argumentierte, dass angesichts der aktuellen Zinssituation und steigender Baukosten keine weiteren bürokratischen Hürden aufgestellt werden sollten.

Mikl-Leitner forderte die Vorstände der FMA auf, ihre Regulierungen an die tatsächliche Situation anzupassen und schlug vor, die Verordnung ersatzlos zu streichen. Ihr Hauptanliegen sei es, dass Normalverdienerinnen und Normalverdiener sich weiterhin Wohneigentum leisten können, da dies die beste Altersvorsorge sei.

Rohstoff- und Arbeitskräftemangel: Baupreise in Österreich explodieren

Mikl-Leitner schlug außerdem vor, die Möglichkeit einer Verlängerung der Rückzahlungszeiträume zu prüfen. Insbesondere für Berufseinsteiger könne ein Rückzahlungszeitraum von 40 Jahren eine erhebliche Entlastung darstellen und die monatlichen Belastungen für angehende Hausbesitzer reduzieren, so die Landeshauptfrau.

Oberösterreich, ein Bundesland, in dem die Hälfte der Bevölkerung den Traum vom Eigenheim lebt, steht vor einer besorgniserregenden Situation. Wachsende finanzielle Hürden und angeheizt durch hohe Zinsen haben den Traum vom Eigenheim für viele in eine unerreichbare Fantasie verwandelt. Inmitten dieser Krise hat die schwarz-blaue Landesregierung einen entscheidenden Schwerpunkt auf das Thema „leistbares Wohnen“ gelegt.

Die Baubranche, einst ein florierender Sektor, steht heute vor einer düsteren Zukunft. Hohe Zinsen haben die Aufnahme von Krediten und deren Rückzahlung zu einem riskanten Unterfangen gemacht, wodurch die Zahl der Eigenheimbesitzer in Oberösterreich sinkt. Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die heimische Baubranche, die nun um ihre Existenz kämpft.

Schwarz-Blaue Landesregierung

Inmitten dieser düsteren Realität hat die schwarz-blaue Landesregierung Oberösterreichs einen Hoffnungsschimmer entzündet. Mitglieder der Regierungsklausur haben darüber diskutiert, wie der Traum vom Eigenheim für mehr Menschen erreichbar gemacht werden kann. Denn die Regierung ist sich bewusst, dass die Schaffung von Eigenheimen nicht nur ein individueller Traum ist. Sondern auch ein entscheidender Faktor zur Unterstützung der heimischen Baubranche.

Rohstoff- und Arbeitskräftemangel: Baupreise in Österreich explodieren

Die Regierungsteams, angeführt von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und Manfred Haimbuchner (FPÖ), haben verschiedene Lösungsansätze erörtert. Obwohl die genauen Einigungen noch nicht bekannt gegeben wurden, könnte die Einführung eines neuen Landeskredits oder eine Förderung für Eigenheime zu den möglichen Maßnahmen gehören. Die offizielle Präsentation dieser Maßnahmen wird am kommenden Dienstag erwartet.

Inmitten steigender Baupreise in Österreich – eine Erhöhung von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – fordern einige eine Veränderung in der Politik.

Österreichs Baupreise steigen weiterhin unaufhaltsam an und zwingen die Branche sowie potenzielle Eigenheimbesitzer, sich neu zu orientieren. Nur der Hochbau erlebte im zweiten Quartal dieses Jahres einen signifikanten Anstieg.

Plus 5,9 Prozent

Laut aktuellen Berechnungen von Statistik Austria stieg der Baupreisindex für den Hoch- und Tiefbau im zweiten Quartal 2023 auf 121,9 Punkte, was einer Zunahme von 5,9 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Im Vergleich zum vorherigen Quartal liegt der Anstieg bei einem Prozent.

Entkoppelung

Dies ist ein Trend, der bereits vor ungefähr anderthalb Jahren begann, als sich die Baupreise von den Baukosten entkoppelt haben. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und reichen von gestiegenen Rohstoffpreisen bis hin zu Arbeitskräftemangel in der Branche.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Arge Eigenheim, eine österreichische Organisation, die die Interessen von Eigenheimbesitzern vertritt, gegen die aktuelle Preisentwicklung. Sie plädiert für ein Aussetzen der KIM-Verordnung, einer Gesetzesvorschrift, die die Energieeffizienz von Neubauten regelt.

Kreditklemme: Hindernisse auf dem Weg zum Eigenheim

Die Organisation argumentiert, dass das Aussetzen der KIM-Verordnung zu einer Senkung der Baukosten führen könnte, was angesichts der aktuellen Baupreissituation äußerst bedeutungsvoll wäre. Allerdings bleibt abzuwarten, wie Politik und Industrie auf diesen Vorschlag reagieren werden.

Ab Samstag, dem 1. Juli 2023, sparen Wohnungssuchende in Österreich endlich die Maklerprovision und können sich so finanziell entlasten. Eine aktuelle Studie zeigt auch, dass Personen mit „fremd“ klingenden Namen weiterhin mit Diskriminierung bei der Wohnungssuche zu kämpfen haben.

Ab dem 1. Juli 2023 gibt es eine Neuerung für Wohnungssuchende in Österreich: Das „Bestellerprinzip“ für Maklerprovisionen tritt in Kraft. Das bedeutet, dass künftig derjenige, der die Mietwohnung anbietet, die Maklergebühren zahlen muss. Diese Regelung kommt vielen Wohnungssuchenden zugute, insbesondere in Städten wie Wien, wo die Mietpreise bereits hoch sind. Die Änderung der Provision hat direkte Auswirkungen auf die finanzielle Belastung der Wohnungssuchenden.

Maklerprovision

Bisher mussten Mieter, die eine Wohnung über einen Makler fanden, zusätzlich zu den bereits hohen Miet- und Energiekosten auch die Maklerprovision zahlen. Gerade in Wien, wo die Mieten besonders hoch sind, war dies eine beträchtliche finanzielle Belastung. Ab dem 1. Juli ändert sich dies jedoch. Laut einer Gesetzesnovelle im Nationalrat wird nun derjenige zur Kasse gebeten, der den Makler mit der Vermittlung beauftragt – in der Regel der Vermieter. Diese Änderung hat Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt in Wien.

Zwei Monatsmieten

Besonders für Einpersonenhaushalte bringt die neue Regelung eine spürbare Entlastung. Laut Angaben der Stadt Wien gibt es in der österreichischen Hauptstadt fast eine halbe Million bewohnte Wohnungen, von denen etwa die Hälfte von Single-Haushalten genutzt werden. Die durchschnittliche Größe einer Wohnung beträgt dabei 38 Quadratmeter, und die durchschnittliche Kaltmiete liegt bei 14,42 Euro pro Quadratmeter. Durch die bisherige Regelung zur Maklerprovision konnten Makler dem Wohnungssuchenden das zweifache einer Monatsmiete in Rechnung stellen, zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer. Dies führte in vielen Fällen zu erheblichen Kosten von bis zu 1.315 Euro. Ab diesen Sommer müssen diese Kosten jedoch nicht mehr vom Wohnungssuchenden getragen werden.

Diskriminierung bei der Wohnungssuche

Darüber hinaus ist es wichtig, auch auf eine weitere Problematik aufmerksam zu machen: Diskriminierung bei der Wohnungssuche aufgrund von ethnischen Zuschreibungen. Untersuchungen haben gezeigt, dass Personen mit als „fremd“ empfundenen Namen bei der Wohnungssuche benachteiligt werden.

Diskriminierung: Österreichische Namen bei Wohnungssuche bevorzugt

Eine Studie der Gleichbehandlungsanwaltschaft (GAW) und der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz hat gezeigt, dass Personen mit „fremd“ klingenden Namen im Vergleich zu Personen mit einheimischen Namen deutlich seltener zu Wohnungsbesichtigungen eingeladen werden. Diese Diskriminierung aufgrund von ethnischen Zuschreibungen ist ein weiteres Problem im Wohnungsmarkt.

Österreichs Mieter spüren den Druck. Im ersten Quartal 2023 stiegen die Mietpreise um 7,8 Prozent auf durchschnittlich 9,1 Euro pro Quadratmeter. Mit weiteren Erhöhungen in Aussicht und steigenden Wohnkosten in den nächsten Quartalen steht das Thema Mietsteigerungen im Mittelpunkt der Diskussionen in Politik und Gesellschaft.

Österreichs Mieter müssen sich auf weiter steigende Kosten einstellen. Die Mietpreise haben im ersten Quartal dieses Jahres im Durchschnitt 9,1 Euro pro Quadratmeter erreicht. Das stellt einen Anstieg von 7,8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2022 dar, so die Statistik Austria. Noch dramatischer ist der Anstieg der monatlichen Nettomieten ohne Betriebskosten pro Quadratmeter, welcher sich auf 8,4 Prozent beläuft.

„Zu Jahresbeginn 2023 sind die Mieten in Österreich erneut gestiegen“, bestätigt Tobias Thomas, Chef der Statistik Austria. Er gibt weiterhin zu bedenken, dass „im ersten Quartal die monatliche Durchschnittsmiete inklusive Betriebskosten bei 611,9 Euro pro Hauptmietwohnung bzw. 9,1 Euro pro Quadratmeter lag“.

Anpassungen der Richtwerte

Die bereits im April und Mai durchgeführten Anpassungen der Richtwerte und Kategoriemieten wurden in dieser Rechnung noch nicht berücksichtigt. Des Weiteren steht zum 1. Juli eine weitere Erhöhung der Kategoriemieten um 5,5 Prozent aus. Die Regierungsparteien ÖVP und Grüne konnten sich im Frühjahr nicht auf eine Mietpreisbremse einigen. Trotz der Präferenzen des kleineren Koalitionspartners, die Grünen. Ein Kompromiss wurde jedoch in Form von Einmalzahlungen erreicht, wobei 250 Millionen Euro für Wohnkostenhilfen bereitgestellt wurden. Davon wurden 25 Millionen als Aufstockung des Wohnschirms gegen Delogierungen verwendet.

Inflation & Mieten

Thomas warnt, dass „sollte die Inflation weiterhin auf hohem Niveau bleiben, Mieter mit einer Wertsicherungsklausel im Mietvertrag mit weiteren Steigerungen rechnen müssen“. Er betont, dass „mit April die Richtwertmieten angehoben wurden und im Juli der Kategoriemietzins angepasst wird“ und stellt klar, dass „wir daher auch in den nächsten Quartalen von steigenden Wohnkosten ausgehen“.

Betriebskosten

Die durchschnittlichen Betriebskosten lagen in den ersten drei Monaten des Jahres bei 156,9 Euro pro Wohnung, bzw. 2,4 Euro pro Quadratmeter. Die Nettomiete pro Quadratmeter stieg um 2,6 Prozent zum Vorquartal – dem vierten Quartal 2022 – und um 8,4 Prozent zum ersten Vierteljahr 2022.

75 Prozent der Österreicher von Teuerung stark betroffen

Die höchste Zunahme bei den Nettomieten wurde bei Wohnungen in privater Hauptmiete verzeichnet, wo die durchschnittlichen Nettomieten pro Quadratmeter im ersten Quartal 2023 bei 8,4 Euro lagen. Das bedeutet eine Steigerung von 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Gemeindewohnungen hingegen hatten mit 5 Euro pro Quadratmeter die günstigste Nettomiete, wobei der Anstieg zum Vorjahresquartal mit 6,9 Prozent unter dem österreichischen Durchschnitt lag. Noch geringer war der Anstieg bei Genossenschaftswohnungen mit 5,4 Prozent; dort betrug die durchschnittliche Nettomiete im ersten Quartal 2023 5,6 Euro.

Die Mietkosten beziehen sich auf hochgerechnet 1,76 Millionen Hauptmietwohnungen in Österreich.

Auch bei der Wohnungssuche in Österreich herrscht Diskriminierung. Besonders wenn es um die Namen geht. Der Testanrufer Muhammad Asif konnte nur nur 50 Prozent der freien Wohnungen besichtigen, für die er sich beworben hatte. Seinem österreichischen Kollegen, der später anrief, wurden alle Termine zugesagt.

Zwei neue Studien belegen eindeutig, dass Rassismus die Wohnungssuche in Österreich erschwert. Laut einer Studie der Gleichbehandlungsanwaltschaft (GAW) und der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz wird entschieden, ob Interessent:innen zu einer Wohnungsbesichtigung eingeladen werden, basierend auf ihrer ethnischen Zuschreibung aufgrund des Namens. Ein als „fremd“ empfundener Name führt zu 50 % weniger Einladungen zu einem Besichtigungstermin.

157 Wohnungsinserate

In den Städten Linz, Graz, Innsbruck und Wien wurden zwei Testpersonen mit gleichen Qualifikationen und fiktiven Biografien bei 157 Inseraten telefonisch nach Besichtigungsterminen gefragt. Während der Testanrufer Michael Gruber bei jedem Anruf einen Termin erhielt, lag die Erfolgsquote bei Testanrufer Muhammad Asif, der jeweils zwei Stunden vor Herrn Gruber anrief, nur bei 50 %.

Name als Ursache

Eine Untersuchung der JKU Linz von Doris Weichselbaumer und Hermann Riess bestätigt ähnliche Ergebnisse. Die Untersuchung zeigt auch, dass das Ausmaß der Diskriminierung davon abhängt, welcher Region ein Name zugeordnet wird. Dabei werden landestypisch syrisch-arabische, türkische, serbische und österreichische Namen unterschieden.

Diskriminierung auf Wohnungsmarkt

Die Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt ist ein strukturelles Problem. Die neue Auftragsstudie der Gleichbehandlungsanwaltschaft zeigt, dass Vermieter:innen und Makler:innen häufig aufgrund diskriminierender Stereotypen entscheiden, wen sie zu einer Wohnungsbesichtigung einladen. Personen, die als „nicht zugehörig“ oder „fremd“ eingestuft werden, haben nur halb so hohe Chancen auf einen sofortigen Besichtigungstermin im Vergleich zu Personen, denen eine „österreichische Zugehörigkeit“ zugeschrieben wird.

Das Gleichbehandlungsgesetz verbietet Diskriminierung aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit auch beim Zugang zu Wohnraum. Sandra Konstatzky, Leiterin der Gleichbehandlungsanwaltschaft, betont, dass die Immobilienbranche dringend hohe Standards für eine diskriminierungsfreie Wohnungsvermittlung festlegen muss. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft hat Empfehlungen erarbeitet und steht für Gespräche zur Verfügung.

Terminzusagen und -absagen

Die Studie zeigt, dass die Entscheidung, einem Bewerber keinen Termin zu geben, aufgrund von diskriminierenden Zuschreibungen basiert. Selbst bei einer Terminzusage haben Makler:innen und Vermieter:innen den Bewerbern unterschiedliche Chancen auf einen Vertragsabschluss eingeräumt. Auch wurden Muhammad Asif mehr Hürden bei der Terminvereinbarung aufgelegt und es wurden vermutlich bewusste Falschinformationen gegeben.

Johannes Kepler Universität Linz

Die Untersuchung zeigt auch deutliche Unterschiede zwischen den untersuchten Städten. Der Anteil an Telefonaten, in denen abgesagt wurde oder weitere Voraussetzungen geklärt werden mussten, variierte erheblich. In Berlin wurden beispielsweise 35% der Telefonate abgesagt oder erforderten zusätzliche Informationen, während in München nur 12% der Anrufe diese Merkmale aufwiesen. Diese Unterschiede können auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden, darunter kulturelle Unterschiede, regionale Geschäftspraktiken und individuelle Kommunikationsstile.

Altersgruppe

Des Weiteren ergab die Untersuchung, dass die Altersgruppe der 30- bis 40-Jährigen die höchste Quote an abgesagten Telefonaten oder Anfragen nach weiteren Voraussetzungen aufwies, während bei den über 60-Jährigen die niedrigste Quote verzeichnet wurde. Dies könnte auf unterschiedliche Kommunikationsgewohnheiten und -präferenzen in verschiedenen Altersgruppen hinweisen.

AK-Studie enthüllt Verantwortliche für hohe Wohnpreise (VIDEO)

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Untersuchung deutliche Unterschiede im Verhalten der untersuchten Städte sowie in Abhängigkeit von Altersgruppen aufzeigt. Diese Erkenntnisse können Unternehmen dabei helfen, ihre Kommunikationsstrategien anzupassen und ihre Effizienz bei der Terminvereinbarung und Kundenbetreuung zu verbessern. Es wird empfohlen, weitere Forschungen durchzuführen, um die zugrunde liegenden Ursachen dieser Unterschiede genauer zu untersuchen und geeignete Maßnahmen abzuleiten.

Eine Studie der AK-Vorarlberg zum Thema „Wohnen“ hat ordentlich Staub aufgewirbelt. Laut der Studie sind Baulandhortung und Spekulation mitverantwortlich für die hohen Wohnpreise im Land. Wer steckt dahinter?

Die Studie mit dem Titel Wem gehört das Land? wurde mit Spannung erwartet – schon länger ging das Gerücht um, dass die Arbeiterkammer an einer Erhebung arbeiten würde. Dabei zeigt die Studie auf, dass das Problem der hohen Wohnkosten im Land nicht nur auf das knappe Angebot an Wohnraum zurückzuführen ist, sondern auch auf Baulandhortung und Spekulation.

Baulandhortung

Mit insgesamt 144.720 Wohnbaugrundstückseigentümer:innen, was 36 % der Gesamtbevölkerung im Land entspricht, ist die Besitzverteilung sehr ungleich. Von diesen Besitzenden haben 64 % weder ein Baugrundstück noch ein Haus oder eine Eigentumswohnung. Besonders auffällig ist die geringe Marktverfügbarkeit von gewidmetem Baugrund zu erschwinglichen Preisen.

Quelle: AK-Vorarlberg

Die durchschnittliche Grundstücksgröße beträgt in Vorarlberg 720 m², wobei 75 % der Wohnbaugrundstückseigentümer:innen Flächen besitzen, die kleiner als 720 m² sind. Von den insgesamt 144.720 Wohnbaugrundstücks– und Wohnungseigentümer:innen besitzen lediglich 1.509 Personen Flächen von über 5.000 m² bis maximal 10.000 m². Dies verdeutlicht die Konzentration des Grundstücksbesitzes auf relativ wenige Anbieter und die Problematik der Baulandhortung bzw. Bodenspekulation.

Besorgniserregend: Immer weniger Wohnungen und Miete explodiert

Laut der Studie sind 10 % der Wohnbaugrundstückseigentümer:innen für 76 % der bebauten und unbebauten Wohnbaugrundstücksflächen verantwortlich. Diese Spekulanten, unterstützt von finanzkräftigen Bauträgern, verknappen das Angebot und treiben die Bodenpreise unaufhörlich in die Höhe. Dies führt dazu, dass leistbares Wohnen in Vorarlberg inzwischen nur noch eingeschränkt möglich ist. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, betont der Verfassungsjurist Univ.-Prof. Dr. Peter Bußjäger in einem Rechtsgutachten im Auftrag der AK Vorarlberg die Notwendigkeit von effizienten Maßnahmen gegen Baulandhortung und Preissteigerungen durch entsprechende Gesetzesänderungen auf Landesebene.

Quelle: AK-Vorarlberg

Genossenschaftswohnungen erweisen sich nicht nur für ihre Bewohner als vorteilhaft, sondern tragen auch indirekt zur Sicherung niedrigerer Mietpreise für private Wohnungen bei. Dies ergab eine Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo) und des Verbands gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV), welche die positiven Effekte solcher Wohnungen auf den regionalen Mietwohnungsmarkt hervorhebt.

Laut Michael Klien, Leiter der Studie vom Wifo, hängt das Ausmaß dieses Effekts stark vom Marktanteil der Genossenschaftswohnungen in der jeweiligen Region ab. Die Untersuchung ergab, dass eine Steigerung des Marktanteils der gemeinnützigen Bauvereinigungen um 10 Prozentpunkte (beispielsweise von 10 auf 20 Prozent) zu einer Reduzierung der unregulierten Mieten um 30 bis 40 Cent pro Quadratmeter führen würde.

Im Jahr 2020 lag der tatsächliche gemeinnützige Anteil landesweit bei 17 Prozent, während er 1971 bei lediglich neun Prozent lag. Berücksichtigt man auch kommunale Wohnungen, so ist der Anteil der Genossenschaftswohnungen im selben Zeitraum von 20 auf 24 Prozent gestiegen.

Interessanterweise variieren die Vorteile des Lebens in einer Genossenschaftswohnung von Region zu Region. In dünn besiedelten und östlichen Gebieten fällt der Preisvorteil gegenüber privaten, unregulierten Mieten geringer aus. Dennoch besteht ein Qualitätsvorteil, da die Genossenschaftswohnungen laut Studie im Durchschnitt jünger und moderner sind.

Wien bildet hierbei einen Sonderfall, da der Anteil der Mieten insgesamt hoch ist und sowohl die Mieten von kommunalen Gebäuden als auch von privaten (preislich regulierten) Altbauten eine wichtige Rolle spielen. Die Autoren der Studie betonen, dass Genossenschaftswohnungen historisch gesehen vor allem zur Verbesserung der Qualität der Wohnungsausstattung im Mietsektor beigetragen haben. Erst in den letzten ein bis zwei Jahrzehnten sind die preislichen Vorteile zu einem erkennbaren Merkmal geworden.

Für die Erstellung der Studie analysierten das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung und der Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen die Mikrozensus- und Registerdaten der letzten 50 Jahre. Die Untersuchung wurde von der MA50 der Stadt Wien in Auftrag gegeben.

Ein drastischer Wertverlust zeichnet sich auf dem Wiener Immobilienmarkt ab. Im Vergleich zum Mai des vergangenen Jahres sind die Preise für Wohnungen und Häuser in der österreichischen Hauptstadt um beachtliche 12,2 Prozent gesunken. Damit übertrifft Wien sogar Stockholm, die schwedische Metropole, die mit einem Preisrückgang von 6,4 Prozent den zweitschlechtesten Platz im EU-Vergleich einnimmt. Währenddessen vermelden Städte wie Madrid, Mailand und Zürich steigende Wohnungspreise.

Der Wiener Immobilienmarkt, auf dem Miet- und Kaufobjekte gleichermaßen eine Rolle spielen, wird von zwei Faktoren beeinflusst: steigenden Zinssätzen für Wohnungsbaukredite und einer Verlangsamung neuer Investitionen in den Bausektor. Obgleich die durchschnittlichen Mietpreise auf sieben Euro pro Quadratmeter gefallen sind, bleiben sie laut tportal.hr infolge des andauernden Wachstums der letzten Jahre weiterhin relativ hoch.

Experten erwarten jedoch, dass Mietpreise und Immobilienwerte weiter sinken werden, da der gesamte europäische Markt unter dem Ende der Ära des billigen Geldes und der historisch niedrigen Zinsen leidet. Die von den Zentralbanken vorgegebenen Zinserhöhungen verteuern Kredite auf dem gesamten Kontinent, dessen Bevölkerung schon jetzt mit einer Lebenshaltungskostenkrise zu kämpfen hat, wie sie seit mehr als vier Jahrzehnten nicht mehr vorgekommen ist. Bloomberg prognostiziert, dass die Immobilienpreise in diesem Umfeld weiter fallen werden und Europa einer schnellen Ernüchterung entgegensieht, nach Jahren stabilen Wachstums im Wohn- und Geschäftsbereich.

Die Agentur Real Immobilienvermittlung berichtet, dass immer mehr Österreicher, die nach Wien oder in dessen Umgebung ziehen, am Mieten interessiert sind, während der Kauf bei den derzeitigen Zinssätzen für sie unattraktiv erscheint. Die österreichische Zentralbank konstatiert indes, dass Immobilien immer noch zu teuer sind und 40 Prozent über ihrem „realen“ Wert liegen.

Infolge der verschlechternden Marktbedingungen sinkt auch die Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten. In ganz Österreich sind im März neu genehmigte Kredite im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent zurückgegangen. Auch auf dem einst aktiven irischen Immobilienmarkt in Dublin ist eine Abkühlung spürbar, hier sanken die Preise im März um 2,4 Prozent. Die irische Regierung erwägt bereits Hilfsmaßnahmen für Wohnungsbaukreditnehmer. Selbst in der deutschen Hauptstadt Berlin, in der Wohnraum knapp ist, sind die Preise im letzten Monat um ein Prozent gesunken.

Besonders betroffen von dieser Entwicklung könnten die Briten sein, da Wohnungsbaukredite in ihrem Land nur mit einem Festzins für zwei oder fünf Jahre abgeschlossen werden können. Schon dieses Jahr müssen 1,4 Millionen Briten ihre Kredite refinanzieren – allerdings zu ungünstigeren Bedingungen. Bloomberg zufolge wird dies das Wachstum der Immobilienpreise in London beenden.

Die Immobilienbranche steht vor einer beispiellosen Herausforderung: Die Fertigstellung von Wohnungen in Österreich wird bis 2025 voraussichtlich um mehr als die Hälfte zurückgehen, während die Nachfrage nach Mietwohnungen unaufhaltsam steigt. Dies geht einher mit steigenden Mieten und stagnierenden Kaufpreisen, die den Druck auf Wohnungssuchende weiter erhöhen. Die Branche fordert dringend eine Erhöhung des Wohnungsangebots, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Laut Michael Ehlmaier, Geschäftsführer von EHL Immobilien, wird es immer schwieriger, Wohnraum zu finanzieren, sei es im Hinblick auf den Erwerb oder die Anmietung. Besonders in Wien, dem größten Immobilienmarkt Österreichs, wird die Fertigstellung von Wohnungen von knapp 15.900 Einheiten in diesem Jahr auf maximal 7.500 Einheiten im Jahr 2025 zurückgehen. Karina Schunker, Geschäftsführerin von EHL-Wohnen, geht sogar von einem weiteren Rückgang aus.

Die Gründe für diese Entwicklung liegen in den hohen Baukosten und den gestiegenen Finanzierungskosten infolge der Zinsanhebung. Zusätzlich spielen Nachhaltigkeitsvorgaben, wie die schrittweise Abschaffung fossiler Brennstoffe, eine Rolle bei der Investitionszurückhaltung der Bauherren. Schunker betont, dass die Nachfrage nach Mietwohnungen aufgrund der erschwerten Bedingungen für den Immobilienerwerb gestiegen ist, was wiederum die Mieten in die Höhe treibt. In Wien sind sie je nach Bezirk und Lage um bis zu 10 Prozent gestiegen.

Die Situation im Immobilienmarkt zeigt eine seitwärts tendierende Preisentwicklung, die laut Schunker auf die genannten Faktoren zurückzuführen ist. Die Preise sind zwar nicht gesunken, aber auch nicht weiter gestiegen – eine Entwicklung, die sowohl Neubauten als auch sanierte Projekte und gebrauchte Wohnungen betrifft.

Um den Wohnungsbau wieder anzukurbeln und das Angebot an Wohnraum zu erhöhen, fordert die Immobilienbranche verschiedene Maßnahmen. Franz Poltl, Geschäftsführer von EHL Investment Consulting, betont, dass steuerliche Entlastungen, schnellere Genehmigungs- und Umnutzungsprozesse und die Abschaffung des „sehr überlasteten Baucodes“ dazu beitragen könnten, die Bauträger zu motivieren, wieder zu bauen. Er betont, dass der Neubau rückläufig ist und es immer weniger Fertigstellungen gibt.

Die knappe Wohnraumsituation wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen, insbesondere in Wien. Schunker prognostiziert für 2024 und 2025 ein Angebot von lediglich 12.100 bzw. 7.500 Wohnungen, während die Bevölkerung weiter wächst und die Marke von 2 Millionen Einwohnern in der Hauptstadt voraussichtlich in zwei Jahren überschritten wird. Es bleibt abzuwarten, ob die geforderten Maßnahmen umgesetzt werden und ob sie ausreichen, um den Wohnungsbau wieder in Schwung zu bringen und die steigende Nachfrage nach Wohnraum zu decken.

Neumieter können aufatmen. Denn seit Mittwoch sparen sie eine Menge Geld. Am Mittwoch hat der Nationalrat nämlich das Maklergesetz abgeändert. Nun gilt bei der Maklerprovision das Bestellprinzip: wer einen Makler bestellt, muss auch die Kosten für ihn übernehmen.

Bislang mussten Neumieter immer selber für die Kosten eines Maklers aufkommen. Diese lagen meist zwischen drei und fünf Prozent des Kaufpreises und machten etwa einen Betrag in Höhe von zwei bis drei Monatsmieten aus. Eine Menge Geld, besonders in Zeiten von Teuerungen.

Zadic über die Novelle

Mit der Novelle des Maklergesetztes wird „sichergestellt, dass derjenige, der bestellt, auch zahlt„, erklärt Justizministerin Alma Zadic. Sie ist davon überzeugt, dass Österreich damit bessere Regelungen als Deutschland hat. Denn „wir haben aus deutschen Fehlern gelernt„, führt die Justizministerin weiter aus.

Kritik von SPÖ

Kritik kommt von Seiten der SPÖ. Laut SPÖ-Bautensprecherin Ruth Becher verkauft die Regierung den Österreichern einen „Schmäh“. Derweil setzt sich SPÖ-Max Lercher nachdrücklich für eine Mietpreisbremse ein, die vor wenigen Tagen von der Regierung abgeblockt wurde.

Jugend profitiert

Junge Menschen in Österreich und vor allem deren Familien werden von der Novellierung des Maklergesetzes besonders profitieren. Wir haben im vergangenen Wintersemester 388.000 Studierende gehabt, davon 75.000 Erstsemestrige. Fast die Hälfte der Studierenden lebt in einem eigenen Haushalt, jeder Vierte in einer Wohngemeinschaft und nur 11 Prozent in einem Studentenheim„, betonte Staatssekretärin Claudia Plakolm bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Justizministerin Alma Zadic zur Reform des Maklergesetzes schon im März. Weit mehr als 190.000 Studierende würden von dieser Reform profitieren.

Knalleffekt: Mietpreisbremse ist geplatzt!

Reaktion der Immobilienbranche

Kritik hagelt es auch vom Österreichischen Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI). Laut Georg Flödl, Präsident des ÖVI, wäre die Branche bei der Entscheidung nicht eingebunden worden. „Dieses Verständnis von Fairness ist nicht nachzuvollziehen, am Ende des Tages werden Mieter und Vermieter gleichermaßen verlieren„, ist Flödl überzeugt.

Aus dem neue KOSMO-Karriereguide 2023:

Spricht man mit jungen Reinigungstechnikerinnen und Reinigungstechnikern, dann ist für diese klar: „Wir sind keine einfachen Putzkräfte.“ Im Gespräch kommt rasch das umfangreiche fachliche Wissen der Lehrlinge und Gesell:innen zutage.

Insbesondere das Bewusstsein um die Aufstiegs- und Veränderungsmöglichkeiten, die mit der Ausbildung einhergehen, ist vorhanden: „Man kann ins Objektmanagement gehen, ins Marketing oder ins Key Account Management„, stellt Vanessa Tomic fest. Die ausgebildete Reinigungstechnikerin hat im Herbst 2022 mit dem Meisterkurs begonnen, der an der Gebäudereinigungsakademie in Wien-Liesing läuft.

Umfassende Fachkenntnis

Lehrling Marko Miketić fühlt sich pudelwohl in der Ausbildung und erzählt, was in der Gebäudereinigungsakademie alles vermittelt wird: Kenntnisse über die unterschiedlichen Bodenbeläge, die Bedeutung des PH-Werts bei der Wahl von Reinigungsmitteln, und welche schädlichen Auswirkungen der Griff zur falschen Chemikalie haben kann.

Unsere Absolventinnen und Absolventen erlangen eine umfassende Fachkenntnis über Oberflächen, müssen über verschiedenste Maschinen und Geräte Bescheid wissen

Landesinnungsmeister Gerhard Komarek

Recruiting-Kampagne

Bereits 2022 startete die Landesinnung Wien eine Recruiting-Kampagne, mit der via Online- und Social-Media-Werbung sowie per Flyer-Verteilung u. a. in Jugendzentren neue Nachwuchskräfte rekrutiert wurden. Aufgrund des steigenden Bedarfs an Dienstleistungen, die bei den Unternehmen der Reinigungsbranche angefragt werden, sind die Ausbildungsbetriebe 2023 mehr denn je auf der Suche nach Lehrlingen.

Dabei bilden wir Expertinnen und Experten in vielerlei Hinsicht aus„, wie etwa Reinigungstechnik-Meister Jovica Tomic erklärt. Er ist Prokurist und Niederlassungsleiter beim Wiener Unternehmen Infrastrukturelles Facility Management Service (ifms). „Als fachkundiger Reinigungsmeister bzw. als Reinigungsmeisterin mit Lehrabschluss kann man mit Leuten aus vielen anderen Fachberufen mitreden: Mit den Chemikern, weil man viel über chemische Abläufe lernt. Oder auch mit dem medizinischen Fachpersonal, wenn man sich über Mikroorganismen und Hygienestandards austauscht.

Rasche Weiterentwicklung

Sebastian Wilken, Geschäftsführer der da-ka Hausbetreuung, betont die Möglichkeit, sich als Facharbeiterin bzw. Facharbeiter rasch weiterzuentwickeln: „Viel schneller als in anderen Berufen ist es möglich, etwa zum Vorarbeiter in einem größeren Objekt zu werden und dort Führungsverantwortung zu übernehmen.“ Nach absolvierter Meisterprüfung biete sich dann gleich die Möglichkeit, zum Objektleiter aufzusteigen: „Firmen-Fahrzeug, Handy, Laptop und eine reine Managementtätigkeit gehen damit einher. Und die Gehälter in dem Bereich sind sehr ordentlich„, sagt Wilken.

Aufstiegsmöglichkeiten

Was die Aufstiegsmöglichkeiten angeht, ergänzt Landesinnungsmeister Komarek: „Wir haben Leute, die unsere Reinigungstechnik-Lehre durchlaufen und sich Richtung Sonderreinigung weitergebildet haben. Dann werden sie Sonderreinigungsleiter, und mittlerweile leiten sie als Objektleiterin oder Objektleiter zum Teil 100 Mitarbeitende. Manche haben sich selbständig gemacht und sind heute erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer.

Wir zeigen jeden Tag, was professionelles Reinigen bedeutet“, stellt Christoph Guserl fest, Geschäftsführer der Gebäudereinigungsakademie. Dabei handelt es sich um „Europas größtes und modernstes Ausbildungszentrum für die Reinigungsbranche.

Mit der Lehre zum Reinigungstechniker bzw. zur Reinigungstechnikerin bilden wir gefragte Fachkräfte aus„, stellt Gerhard Komarek, Innungsmeister für die Landesinnung Wien der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger, fest.

Nachdem unsere Branche während der Corona-Pandemie eine verdiente Aufwertung erfahren hat, suchen unsere Mitgliedsbetriebe stärker denn je nach talentierten jungen Menschen.

Landesinnungsmeister Gerhard Komarek

Ausbildung & Gehalt

Die Ausbildung umfasst tiefgehende Kenntnisse zur umweltschonenden Anwendung von Reinigungsmitteln und dem Umgang mit Maschinen. Ein wichtiger Teil der Ausbildung ist die Vermittlung von Führungskompetenz.

Das Brutto-Entgelt beträgt im ersten Lehrjahr 884,01 Euro und steigt über die Ausbildungsdauer auf 1.105,02 Euro im zweiten und 1.348,12 Euro im dritten Lehrjahr. Im vierten Lehrjahr (Doppellehre) beträgt das Entgelt 1.547,02 Euro.

Den KOSMO Karriere-& Bildungsguide könnt Ihr hier herunterladen!

Kontakt

Gebäudereinigungsakademie

Eduard-Kittenberger-Gasse 56
Objekt 8/1+1A
1230 Wien

Tel: +43 1 865 55 05
E-Mail:office@grag.at

Wer einen Kredit mit Fixzins hat, profitiert momentan von der Inflation. Nur Kreditverträge mit einem variablem Zinssatz oder Neukunden müssen sich auf hohe Rückzahlungskosten gefasst machen. Nun fordert die WKO eine Erleichterung der Kreditrichtlinien.

Im August letzten Jahres führte die Österreichische Finanzmarktaufsicht neue Richtlinien zur Vergabe von Wohnkrediten ein. Demnach müssen 20 Prozent des Kaufpreises in Form von Eigenkapital zur Verfügung stehen. Die Kreditrate darf 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens nicht überschreiten. Und: Die Kreditlaufzeit ist auf maximal 35 Jahre begrenzt. „Ausgenommen davon sind lediglich Kredite bis 50.000 Euro.“, schreibt die WKO Steiermark.

Folgen für den Wohnungsmarkt

Die Folgen dieser Regelung waren abzusehen. Ein „massiver Einbruch der Wohnbaufinanzierungen“ folgte laut WKO. „Die Nachfragen sind um bis zu 70 Prozent gesunken„, erklärt Martin Schaller, Obmann der Sparte Banken in der WKO Steiermark.

In den letzten Tagen hat das Finanzmarktstabilitätsgremium zu diesem Thema getagt. Dabei wurde eine Empfehlungen zur Lockerung im Bereich der Zwischenfinanzierungen ausgesprochen. Demnach werden nun Sicherheiten von bis zu 80 Prozent des geschätzten Marktwerts berücksichtigt. Darüber hinaus sollen Erleichterungen bei der Vorfinanzierung von nicht rückzahlbaren Zuschüssen durch Gebietskörperschaften erfolgen. Ab dem 1. April wird auch die Geringfügigkeitsgrenze für Paare von derzeit 50.000 Euro auf 100.000 Euro angehoben. Zusätzlich soll noch ein Ausnahmekontingent für Kreditinstitute eingeführt werden.

Im September 2022 stellte Helmut Bitschnau das Volksbegehren „RECHT AUF WOHNEN“ vor.

Bau- und Immobilienwirtschaft

Aber nicht nur Kreditgeschäfte sind durch die Verschärfung der Richtlinien ins wanken gekommen. Auch die Bau- und Immobilienwirtschaft leidet darunter. So erzählt Bauinnungsmeister Michael Stvarnik: „Wir haben jetzt noch Aufträge, aber bis zum Sommer leeren sich die Auftragsbücher. Wir steuern da auf enorme Probleme zu, den zusätzlich zu den Herausforderungen durch die erschwerten Kreditaufnahmen verzeichnen wir auch beim geförderten Wohnbau aktuell einen Totalstopp durch die derzeitigen Förderbedingungen.“ Ebenfalls deutliche Kritik kommt von Obmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder Gerald Gollenz: „Unsere Forderungen wurden bei weitem nicht erfüllt. Die Schuldendienstquote müsste auf 50 Prozent erhöht werden und bei der Zwischenfinanzierung sollte die bestehende Immobilie zu 100 Prozent als Eigenkapitalersatz angerechnet werden. Sonst wird sich an der bestehenden Kreditklemme nichts ändern.

Quelle: ots.at

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Extreme Mieterhöhungen sind ein ständiges öffentliches Anliegen. Die Arbeiterkammer Wien forderte am Dienstag erneut die Politik auf, rechtliche Schritte einzuleiten.

„Wenn nichts passiert, werden die Vergleichsmieten im April noch einmal um 8,6 Prozent steigen“, warnte Thomas Ritt, Leiter der Abteilung Kommunal und Wohnen der AK Wien, auf der Pressekonferenz.

Wenn die Debatte „endlich in die Politik“ komme, werde er froh sein, sagte Ritt unter Berufung auf einschlägige Medienberichte. Finanzminister Magnus Brunner schwieg zum Thema Mieten und laufenden Verhandlungen, bekräftigte aber: „Die Gespräche laufen.“ Den Ausgang dieser Gespräche wollte er jedoch nicht vorhersagen.

SPÖ und FPÖ setzen sich seit langem dafür ein, den Anstieg der Mieten zu stoppen. Unterdessen sollen die Regierungsparteien ÖVP und Grüne daran interessiert sein, das Gesetz zu niedrigeren Mieterhöhungen zu ändern, berichtete die APA Anfang dieser Woche.

Derzeit werden verschiedene Varianten getestet. Aber die Zeit drängt. „Dieses Gesetz muss im Februar verabschiedet werden, um im April in Kraft zu treten“, betonte Ritt die Dringlichkeit dieses Themas. Zwei Millionen in Österreich lebende Menschen rechnen in den nächsten drei Monaten mit Zahlungsschwierigkeiten, zitierte Ritt eine Studie der Statistik Austria mit dem Titel Monitoring der Folgen der Krise. Das entspricht 37 Prozent der privaten Mieter oder knapp einem Drittel der erwachsenen Bevölkerung.

Für die Aufnahme von Wohnbau-Krediten gelten seit August strengere Regeln. Die ÖVP stuft diese als zu streng ein.

Es ist in Österreich deutlich schwieriger geworden einen Wohnbaukredit zu erhalten – seit 1. August . Die „Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung“ ist mit diesem Tag in Kraft getreten, womit die Finanzmarktaufsicht den Banken strengere Auflagen gegeben hat – konkret: Wem man noch Geld leihen darf, um sich ein Haus zu bauen, zu renovieren oder eine Wohnung zu besorgen.

Dort festgelegt ist unter anderem: Für den Kauf einer Immobilie müssen künftig 20 Prozent des Kaufpreises (inklusive Nebenkosten) an Eigenkapital nachgewiesen werden, die monatliche Kreditrate darf höchstens 40 Prozent des monatlich verfügbaren Nettohaushaltseinkommens ausmachen und die Laufzeit der Finanzierung 35 Jahre nicht übersteigen.

Niederösterreich bereitet sich vor

Kreditinstitute melden konkrete Konsequenzen für diese Regelungen, nämlich dass die Vergabe von Wohnbaukrediten ganz klar zurückgeht. Die Politik hat sich dem Thema angenommen, allen voran die ÖVP. Landeshauptfrau von Niederösterreich, Johanna Mikl-Leitner, hatte als erste ihr Statement dazu abgegeben: „Unverhältnismäßig“ und „überbordend“ sei die FMA-Vorgabe. Für einen Teil der Eigenmittelquote will das Land jetzt haften, fordert aber von der FMA, die Regeln zu überarbeiten.

„Junge Familien sind nicht mehr in der Lage, sich eigenen Wohnraum zu schaffen“, so Finanzminister Magnus Brunner, der sich nach Mikl-Leitner vergangene Woche per Brief an die FMA wandte.

Da dies nicht zum gewünschten Ziel führt – die FMA verwies auf die Empfehlung von Expertengremien, denen sie den Ball weiterspielte – kommentierte Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm in der Kleinen Zeitung: „Die derzeitige Regelung halte ich für realitätsfremd und gefährlich“. Für eine Eigentumswohnung um 390.000 Euro müsste man bereits 78.000 Euro plus Nebengebühren zur Seite legen. „Aus meiner Sicht müssen wir zwei Dinge erledigen: Die staatlichen Nebengebühren aufs erste Eigenheim abschaffen und wir müssen die Eigenkapitalquote auf ein vernünftiges Maß bekommen“, so Plakolms Forderung.